Umweltkennzeichnung der Verpackungen

Umweltkennzeichnung der Verpackungen

EIN LEITFADEN, UM DIE UNTERNEHMEN ZU UNTERSTÜTZEN

Das gesetzesvertretende Dekret vom 3. September 2020 sieht die zwingende Umweltkennzeichnung vor und führt Neuerungen ein, die weiterer Erklärungen bedürfen. Um den Unternehmen nützliche Informationen zu liefern, bietet das nationale Verpackungskonsortium CONAI einen Leitfaden und das Online-Tool „e-tichetta“ an. 


Brief des Präsidenten des CONAI

 

Seit geraumer Zeit nehmen die Anfragen um Informationen zu ökologischen Themen zu, vor allem, wenn es um Packaging geht.

Der europäische Gesetzgeber hatte bereits 1997, als dieses Thema noch nicht so in aller Munde war, ein System für die Umweltkennzeichnung auf Verpackungen vorgesehen. Obwohl dieses System auf freiwilliger Basis beruhte, wurde es dennoch vom Großteil der Unternehmen angewandt.

Mittlerweile wurden diese Bestimmungen aktualisiert; heute ist die Umweltkennzeichnung zwingend. Die neuen Vorschriften haben jedoch auch viele Fragen im Zusammenhang mit den Angaben in der Umweltkennzeichnung aufgeworfen.

Das Verpackungskonsortium CONAI hat im Laufe der Jahre viel Erfahrung im Eco Design im Verpackungsbereich gesammelt. In Zusammenarbeit mit den Unternehmen hat das Konsortium vor über zehn Jahren das Projekt Pensare Futuro gestartet, mit vielen neuen Instrumenten, Leitfäden und Initiativen zu diesem Thema.
Daraus ist unter anderem 2013 der Dienst Epack als Anlaufstelle des CONAI für Eco Design - eine wichtige Stütze für Unternehmen - entstanden.
Aufgrund der zunehmenden Anfragen hat das CONAI letztes Jahr mit dem Entwurf des Tools e-tichetta begonnen, das ausschließlich der Umweltkennzeichnung von Verpackungen gewidmet ist und in das eine langjährige Erfahrung einfließt.

Mit diesem Leitfaden und dem Tool e-tichetta möchten wir einerseits Zweifel in der Auslegung der neuen Normen lösen und andererseits zu einer korrekten Anwendung der neuen Vorschriften anregen.

Die eindeutige Ermittlung der Informationen, die in der Umweltkennzeichnung zu liefern sind, wird mit einigen praktischen Beispielen aus dem Alltag vieler Betriebe bereichert.

Ich habe es daher für wichtig erachtet, diesen Leitfaden öffentlich zugänglich zu machen.
Über 250 Nutzer haben sich auf der öffentlich zugänglichen Plattform Progettare Riciclo angemeldet, auf der über hundert Kommentare eingetragen wurden.
Über den Kanal epack sind über 1000 E-Mails von Unternehmen und Verbänden eingegangen; aus diesen haben wir die wichtigsten Themen und Fragen zu den neuen Pflichten ausgesucht und hier behandelt.
Die regen Rückmeldungen haben dieses Dokument bereichert und vervollständigt.

Aber zusätzlich zum Leitfaden und zum Tool e-tichetta erachte ich es auch für wesentlich, eine fruchtbare Grundlage für einen Austausch von Best Practice zu schaffen. Wir fahren daher mit unserer call to action fort, um Beispiele korrekter Umweltkennzeichnungen seitens der Betriebe zu sammeln und aufzuwerten, damit sie auch andere Betriebe, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, inspirieren und unterstützen können.

Abschließend möchte ich all jenen danken, die mit Kompetenz und großem Einsatz zur Erstellung dieses Dokuments beigetragen haben.

 

Mailand, Oktober 2020

 

Luca Ruini
Präsident des Verpackungskonsortiums CONAI


Einführung

 

Am 11. September 2020 wurde im Gesetzesanzeiger das gesetzesvertretende Dekret vom 3. September 2020, Nr. 116 veröffentlicht. Es setzt die EU-Richtlinie 2018/851 über Abfälle und die EU-Richtlinie 2018/852 über Verpackungen und Verpackungsabfälle um.

Art. 3, Absatz 3, Buchstabe c) des Dekrets hat Änderungen am Absatz 5 des Art. 219 des gesetzesvertretenden Dekrets vom 3. April 2006, Nr. 152 i.g.F. „Normen im Umweltbereich“ in Bezug auf „Kriterien zur Information über die Tätigkeit der Bewirtschaftung von Verpackungsabfällen“ eingeführt.

Die Formulierung der Pflicht zur Umweltkennzeichnung, die von der neuen Norm eingeführt wurde, lässt jedoch einige Auslegungszweifel aufkommen, vor allem was die Inhalte der Kennzeichnung, die verpflichteten Rechtssubjekte und die Reichweite der Pflicht betrifft. Zudem haben die Fristen für die Anpassung an die Pflicht große Besorgnis unter den Unternehmen ausgelöst.

Aus diesem Grund hat das CONAI einen Runden Tisch mit der Einbeziehung von UNI, Confindustria und Federdistribuzione einzuberufen, um die zahlreichen Meldungen von Betrieben und Erzeugerverbänden, gewerblichen Nutzern und Handelsleuten zu vertiefen und zu einer gemeinsamen Auslegung der neuen Pflichten auf gesamtstaatlicher Ebene zu kommen. Aus dieser Zusammenarbeit ist das Dokument „Umweltkennzeichnung der Verpackungen“ hervorgegangen. Der Leitfaden schlägt den Unternehmen eine Interpretation vor, um die größten Zweifel zu beheben und die bedeutsamsten Schwierigkeiten in der Anwendung des Art. 219, Absatz 5 zu überwinden. Dieser Leitfaden wird in Anbetracht der ständigen Gespräche mit den Betrieben und Verbänden und etwaiger gesetzlicher Neuerungen fortgehend aktualisiert.

Das Verpackungskonsortium CONAI hat zudem auf seiner Website das Tool e-tichetta zur Verfügung gestellt. Dieses ist als Hilfsmittel für die Unternehmen bei ihrer eigenständigen Zusammenstellung der Umweltkennzeichnung gedacht. Es ermöglicht die Simulation von Kennzeichnungsmustern, die unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen des Unternehmens und seiner Produkte empfohlen werden.

Der Grundgedanke der Umweltkennzeichnung

Das gesetzesvertretende Dekret vom 3. September 2020, Nr. 116 besagt, dass alle Verpackungen „gemäß den Modalitäten, die von den anwendbaren technischen UNI-Normen vorgesehen sind, und in Konformität mit den Beschlüssen der Kommission der Europäischen Union angemessen gekennzeichnet sein müssen, um die Sammlung, die Wiederverwendung, die Verwertung und das Recycling der Verpackungen zu erleichtern und den Verbrauchern korrekte Informationen über die Endbestimmung der Verpackungen zu liefern. Die Hersteller sind zudem verpflichtet, zur besseren Kennzeichnung und Einstufung der Verpackung die Beschaffenheit der verwendeten Verpackungsmaterialien im Sinne der Entscheidung 97/129/EG der Kommission anzugeben.

Gegenstand des Artikels 219, Absatz 5 ist die Umweltkennzeichnung auf der Verpackung, unabhängig von jeder anderen Kennzeichnungspflicht in Zusammenhang mit dem verpackten Produkt.

Nachfolgend führen wir unsere Auslegung der einzelnen Teile des Artikels an, aus der wir dann die weiter unten angeführten Erklärungen und Vertiefungen mit konkreten Beispielen abgeleitet haben. Werfen wir nun einen gemeinsamen Blick darauf.


Alle Verpackungen müssen gemäß den Modalitäten, die von den anwendbaren technischen UNI-Normen vorgesehen sind, angemessen gekennzeichnet sein.


  • Alle Verpackungen müssen „angemessen“ gekennzeichnet sein, das heißt in der Form und Art und Weise, welche der Betrieb für die Erreichung des Zieles für geeignet und wirkungsvoll erachtet.
  • Der Verweis auf die UNI-Normen ist sehr allgemein gehalten; zudem sind diese Normen freiwilliger Natur. Aus der Norm lässt sich somit Folgendes ableiten: Wer bestimmte Inhalte in der Umweltkennzeichnung mitteilen möchte, muss die entsprechenden UNI-Normen anwenden. Welche Informationen können jedoch über die UNI-Normen geliefert werden, auf die sich das Gesetz bezieht?
     
    • Die Kennzeichnung der Verpackungsmaterialien für die Kunststoffverpackungen. Sieht die Entscheidung 129/1997 keine spezifische Kennzeichnung für einen bestimmten Polymer vor, sind die Norm UNI 1043-1 für die Kennzeichnung von Kunststoffen, die nicht in der Entscheidung 129/1997 vorgesehen sind, und die UNI 10667-1 zur Kennzeichnung und Erkennung von Polymeren, die aus dem Recycling stammen, anzuwenden.
    • Die Kennzeichnung der Verpackungsmaterialien für Mehrschichtverpackungen aus Kunststoff. Auch für diese Fälle sieht die Entscheidung 129/97/EG keine spezifischen Identifikationskodes vor: Die Norm UNI 11469 bietet diesbezüglich interessante Informationen für die Mitteilung der Zusammensetzung von Strukturen, die aus mehreren Polymeren bestehen.
    • Umwelt-Eigenerklärungen. Wer fakultativ zusätzliche Informationen über die Umweltmerkmale der Verpackung (Beschriftungen, Symbole/Piktogramme oder andere ähnliche Botschaften, Umwelt-Claims) liefern möchte, muss auf die Norm UNI EN 14021 Bezug nehmen.

Die Verpackungen müssen in Konformität mit den Beschlüssen der Kommission der Europäischen Union angemessen gekennzeichnet sein, um die Sammlung, die Wiederverwendung, die Verwertung und das Recycling der Verpackungen zu erleichtern...


Zurzeit finden wir unter den Entscheidungen der Kommission der Europäischen Union, die sich auf die Umweltkennzeichnung beziehen könnten, nur die Entscheidung 129/1997/EG, die nachfolgend spezifisch angeführt wird.


... und den Verbrauchern korrekte Informationen über die Endbestimmung der Verpackungen zu liefern.


Wer ist ein Verbraucher?

Laut Gesetzbuch über den Verbrauch (Art. 3 Absatz 1) ist der Verbraucher oder Nutzer „eine natürliche Person, die zu Zwecken handelt, die nicht ihrer unternehmerischen, gewerblichen, handwerklichen oder freiberuflichen Tätigkeit zugerechnet werden können...“

Das gesetzesvertretende Dekret 152/2006 liefert in Art. 218, Absatz 1), Buchstabe v) grundsätzlich dieselbe Definition und bezeichnet den Verbraucher als Subjekt, welches nicht im Rahmen einer Berufstätigkeit für den eigenen Gebrauch Verpackungen, Artikel oder verpackte Waren erwirbt oder importiert.

Welche Informationen sind in Verbindung mit der Endbestimmung der Verpackungen vorgesehen?

Die Informationen in Bezug auf die letzte Bestimmung der Verpackungen betreffen die korrekte Entsorgung der ausgedienten Verpackung, z.B. Raccolta differenziata. Verifica le disposizioni del tuo Comune [Getrennte Müllsammlung. Überprüfen Sie die Bestimmungen Ihrer Gemeinde].

Welche Verpackungen betreffen diese Informationen?

Diese Informationen sollten folgende Verpackungen betreffen:

  • die Verpackungen, die dem Endverbraucher in derselben Form zum Verkauf oder unentgeltlich angeboten werden;
  • die Verpackungen, die dem Endverbraucher in Form vorverpackter Produkte zum Verkauf oder auch unentgeltlich angeboten werden,

während die für B2B bestimmten Verpackungen (Verpackungen, die als solche oder in Form von vorverpackten Produkten dem Gewerbetreibenden überreicht werden, d.h. der „natürlichen oder juristischen Person, die in Ausübung ihrer unternehmerischen, gewerblichen, handwerklichen oder freiberuflichen Tätigkeit handelt, oder ihrem Mittelsmann“ - Art. 3 Absatz 1 des Gesetzbuches über den Verbrauch) ausgeschlossen sind.


Die Hersteller sind zudem verpflichtet, zur besseren Kennzeichnung und Einstufung der Verpackung die Beschaffenheit der verwendeten Verpackungsmaterialien im Sinne der Entscheidung 97/129/EG der Kommission anzugeben.


  • In Zusammenhang mit der Materialkennzeichnung spricht der Gesetzgeber in keiner Weise von einer expliziten Bestimmung für den Verbraucher; daher liegt kein Grund vor, die zu gewerblichen Zwecken verwendeten Verpackungen von der Kennzeichnung und Einstufung gemäß Entscheidung 129/97/EG auszuschließen. Alle Verpackungen unterliegen somit der Kennzeichnung und Einstufung.
  • Nur in Bezug auf die Anbringung der Kodes für die Kennzeichnung des Materials gemäß Entscheidung 97/129/EG gilt die Pflicht ausdrücklich für die Hersteller.
  • Sieht die Entscheidung 129/97/EG keine spezifische Kennzeichnung von plastischen Polymeren in der Zusammensetzung der Verpackung vor, können auch fakultativ die oben beschriebenen UNI-Normen eingesetzt werden.

ÜBERBLICK

Aus dem Gesetzestext geht im Wesentlichen Folgendes hervor:

  • Auf allen (primären, sekundären und tertiären) Verpackungen müssen die Hersteller den alphanumerischen Code angeben, der von der Entscheidung 97/129/EG vorgesehen ist.
  • Alle Verpackungen müssen „angemessen“ gekennzeichnet sein, das heißt in der Form und Art und Weise, welche der Betrieb für die Erreichung des Zieles für geeignet und wirkungsvoll erachtet.
  • Auf den Verpackungen, die für Verbraucher bestimmt sind, müssen auch die angemessenen Anleitungen für die getrennte Müllsammlung abgebildet sein.
  • Für Verpackungen aus Kunststoff, die mit Polymeren oder einer Kombination aus denselben hergestellt werden, die nicht ausdrücklich in der Entscheidung 97/129/EG vorgesehen sind, kann auf die Normen UNI 1043-1 zur Kennzeichnung von nicht angeführten Kunststoffen und auf UNI 10667-1 zur Kennzeichnung und Ausweisung von Polymeren, die aus dem Recycling stammen, Bezug genommen werden.

 

RECHTSRAHMEN UND EINSCHLÄGIGE LEITFÄDEN

Schaffen wir Klarheit

Wann ist eine Verpackung recyclingfähig?

Die Verpackungen, die im Sinne der technischen Norm UNI EN ISO 13430 als recyclingfähig eingestuft werden können, erfüllen die Anforderungen für bestehende Recyclingtechniken, das heißt:

  • es muss eine effiziente Technik für das Recycling der Verpackung geben;
  • es muss eine bestimmte Masse gegeben sein, damit ein effizientes Recyclingverfahren möglich ist;
  • es muss einen Absatzmarkt für die aus dem Recycling gewonnenen Materialien geben.

Diese Kriterien müssen anhand von Untersuchungen und spezifischen Studien bewertet werden.

 (Weitere Informationen über Design for recycling sind in den Leitfäden von Progettare Riciclo zu finden).

 

Wann ist eine Verpackung als kompostierbar anzusehen?

Eine Verpackung ist biologisch abbaubar und kompostierbar, wenn sie der technischen Norm UNI EN ISO 13432 entspricht. Dabei handelt es sich um einen harmonisierten europäischen Standard, der im Rahmen der Verpackungsrichtlinie 94/62 die „Anforderungen an die Verwertung von Verpackungen durch Kompostierung und biologischen Abbau (...)“ bescheinigt. Die Zertifizierung der biologischen Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit wird von akkreditierten Drittorganisationen ausgestellt. Die Akkreditierung dieser Organisationen erfolgt durch die nationale einheitliche Akkreditierungsorganisation, d.h. in Italien durch Accredia. Auf der Website von Accredia ist eine Datenbank der akkreditierten Organisationen und Labors einsehbar, die zur Ausstellung von Konformitätsbescheinigungen ermächtigt sind (accredia.it/banche-dati).

 

Welche Verpackungen können in der getrennten Müllsammlung entsorgt werden?

Die Verpackungen können über die getrennte Müllsammlung entsorgt werden, unabhängig davon, ob sie zum heutigem Stand der Technik recyclingfähig sind oder nicht, vorbehaltlich aller guten Regeln für eine hochwertige getrennte Müllsammlung (allen voran die Regel, die Verpackung immer vor der Entsorgung zu entleeren). Dank des Systems CONAI - Abfallkonsortien nach Lieferkette werden die recyclingfähigen Verpackungen dem Recycling zugeführt und die restlichen Verpackungen für die Energierückgewinnung verwendet.

Die Bewertung der Recyclingfähigkeit einer Verpackung fällt unter die Zusatzinformationen, die der Betrieb auf der Verpackung angeben kann, unabhängig von den Informationen bezüglich der Entsorgung der Verpackung.

Die einzige Ausnahme bilden hier die Verbundverpackungen (und/oder Verpackungen mit Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen, die nicht manuell getrennt werden können), die vorwiegend aus Papier mit einem Zellulosegehalt unter 60% des Gesamtgewichtes bestehen: Ein solcher Prozentsatz beeinträchtigt die Recyclingfähigkeit der Verpackung, mit offensichtlichen Auswirkungen auf die Umwelt. Im Recyclingprozess erzeugen 100 kg solcher Verpackungen über 85 kg Trockenabfall und knapp 150 kg Nassabfall, die nach entsprechendem Wasser- und Stromverbrauch in einer Deponie entsorgt werden müssen. Da es sich hier um Verpackungen handelt, die nicht mit Papier und Pappe recycelt werden können, sollten die Hersteller in der Kennzeichnung die Entsorgung als Restmüll empfehlen, um die Umweltauswirkungen ihrer Bewirtschaftung als Abfall soweit möglich einzuschränken.

 

Die Inhalte der Umweltkennzeichnung: einige Beispiele

Laut Auslegung des Gesetzestextes ist bei der Erstellung der Mindestinhalte der Umweltkennzeichnung je nach Bestimmung der Verpackung zwischen zwei spezifischen Situationen zu unterscheiden: B2B (gewerblich) oder B2C (Verbraucher). Von dieser Ausgangslage ausgehend unterscheidet daher auch der Leitfaden bei der Erstellung der Angaben zwischen B2B-Verpackungen und B2C-Verpackungen und zusätzlich nach Art der Verpackungsstruktur: Ein- oder Mehrkomponenten-Verpackungen und -Verpackungssysteme.

Die nachfolgend beschriebenen Aufstellungen enthalten drei Arten von Informationen:

  • Pflichtinformationen, um der Norm zu entsprechen
  • besonders empfohlene Informationen, die einer wirksameren Kommunikation dienen
  • empfohlene Informationen, um nützliche Hinweise für eine hochwertige Sammlung zu liefern
DIE UMWELTKENNZEICHNUNG DER EINKOMPONENTEN-VERPACKUNGEN B2C  

Auf Einkomponenten-Verpackungen, die für den Endverbraucher bestimmt sind, müssen folgende Informationen angegeben werden:

  1. Identifikationskode des Verpackungsmaterials gemäß Entscheidung 129/97/EG
  2. Hinweise für die Entsorgung. Empfohlen wird:
    • die Formulierung „Raccolta (famiglia di materiale prevalente in peso)“ [„Sammlung /gewichtsmäßig überwiegende Werkstofffamilie“] anzugeben

    oder

    • die gewichtsmäßig überwiegende Werkstofffamilie anzugeben und mit der Formulierung „Raccolta differenziata“ [„Getrennte Müllsammlung“] und der Aufforderung an den Verbraucher, die Bestimmungen der eigenen Gemeinde zu prüfen, zu ergänzen.

Diese Formulierungen werden von CONAI empfohlen; der Gesetzestext selbst enthält keine genauen Formulierungen, sondern nur die Empfehlung, Verpackungen angemessen zu kennzeichnen, und ist somit vor allem auf die Erreichung der Zielvorgaben ausgerichtet.

Andere Informationen, die der Umweltkennzeichnung nach eigenem Ermessen hinzugefügt werden können, betreffen die Art der Verpackung und die Hinweise an den Verbraucher in Hinblick auf eine hochwertige getrennte Müllsammlung.


DIE UMWELTKENNZEICHNUNG DER MEHRKOMPONENTEN-VERPACKUNGEN B2C

Bei Verpackungen, die aus mehreren Komponenten bestehen, muss zwischen nicht manuell trennbaren Komponenten (siehe Beispiel der Papieretikette, die an einer Glasflasche klebt) und Komponenten, die vom Endverbraucher getrennt werden können (Beispiel mehrteilige Verpackung von Snacks), unterschieden werden. Im Sinne der Entscheidung 129/97/EG muss nämlich die Kennzeichnung und Klassifizierung für alle manuell trennbaren Komponenten des Verpackungssystems vorgenommen werden.

 

Schaffen wir Klarheit

Was sind manuell trennbare Komponenten?

Eine manuell trennbare Komponente ist eine Komponente, die der Benutzer allein mit den Händen und ohne Einsatz weiterer Hilfsmittel und Werkzeuge vom Hauptkörper zur Gänze trennen kann, ohne seine Gesundheit und Unversehrtheit zu gefährden (unbeschadet kleinerer Materialreste, die nach der Trennung haften bleiben).

 

Das bedeutet, dass jede Komponente, die manuell vom Verpackungssystem getrennt werden kann, mindestens folgende Informationen aufweisen muss:

  1. Identifikationskode des Verpackungsmaterials gemäß Entscheidung 129/97/EG
  2. Hinweise für die Entsorgung, wenn diese nicht bereits auf der externen Verpackung angegeben sind.
    Empfohlen wird:

    • die Formulierung „Raccolta (famiglia di materiale prevalente in peso)“ [„Sammlung /gewichtsmäßig überwiegende Werkstofffamilie“] anzugeben

    oder

    • die gewichtsmäßig überwiegende Werkstofffamilie anzugeben und mit der Formulierung „Raccolta differenziata“ [„Getrennte Müllsammlung“] und der Aufforderung an den Verbraucher, die Bestimmungen der eigenen Gemeinde zu prüfen, zu ergänzen.

Diese Formulierungen werden von CONAI empfohlen; der Gesetzestext selbst enthält keine genauen Formulierungen, sondern nur die Empfehlung, Verpackungen angemessen zu kennzeichnen, und ist somit vor allem auf die Erreichung der Zielvorgaben ausgerichtet.

Falls es nicht möglich sein sollte, den Identifikationskode auf jeder einzelnen Komponente abzubilden, weil z.B. nicht genügend Platz vorhanden ist, bzw. wegen anderer technologischer Einschränkungen, kann dieser auf dem Hauptkörper auf der Präsentierverpackung angegeben werden.

Soll die gesamte Umweltkennzeichnung auf der externen Präsentierverpackung abgebildet werden, wird folgendes Format empfohlen:

  1. Art der Verpackung (ausgeschriebene Beschreibung oder grafische Darstellung) der verschiedenen manuell trennbaren Komponenten;
  2. Identifikationskode des Verpackungsmaterials jeder einzelnen manuell trennbaren Komponente gemäß Entscheidung 129/97/EG;
  3. Hinweise für die Entsorgung mit deutlicher Angabe der Werkstofffamilie jeder einzelnen Komponente.

Auch in diesem Fall kann der Verbraucher zusätzlich mit spezifischen Hinweisen für eine hochwertige getrennte Abfallsammlung unterstützt werden.

Schaffen wir Klarheit

Was geschieht mit den nicht manuell trennbaren Komponenten?

Die Verpackungssysteme, die einen Hauptkörper und andere Zusatzkomponenten vorsehen, die nicht manuell trennbar sind (zum Beispiel Haftetiketten, Korken und nicht trennbare Verschlüsse, Fenster), müssen zwingend mit dem Identifikationskode des Materials des Hauptkörpers und den Hinweisen für die Entsorgung mit Bezugnahme auf den Werkstoff des Hauptkörpers versehen sein.

Soweit möglich kann der Identifikationskode des Werkstoffs gemäß Entscheidung 129/97/EG auch auf den nicht manuell trennbaren Komponenten angebracht werden; auf letzteren wird allerdings nicht die Angabe zur Sammlung abgebildet.

Sieht das Verpackungssystem hingegen Komponenten vor, die vom Hauptkörper manuell trennbar sind, müssen auf jeder einzelnen Komponente der alphanumerische Kode gemäß Entscheidung 129/97/EG und die Hinweise für die Entsorgung abgebildet werden.

 

DIE UMWELTKENNZEICHNUNG DER VERPACKUNGEN B2B

Die B2B-Verpackungen, z.B. Verpackungen für Wirtschaftstreibende oder für Transporte, Logistik oder Warenausstellung, müssen laut unserer Gesetzesauslegung nicht unbedingt Informationen über die Endbestimmung der Verpackungen wiedergeben. Sie müssen jedoch die Kodierung der Werkstoffe der Verpackungen entsprechend der Entscheidung 129/97/EG enthalten.

Alle anderen Informationen können freiwillig hinzugefügt werden.

Wie wird die Umweltkennzeichnung erstellt?

In diesem Abschnitt werden nach den vorab angestellten Überlegungen die Informationen vorgestellt, welche in der Umweltkennzeichnung angegeben werden können:

  • Alphanumerischer Kode gemäß Entscheidung 129/97/EG
  • Werkstofffamilie
  • Hinweise für die Entsorgung

Es werden die Anhänge der Entscheidung 129/97/EG für jeden Werkstoff und für die Mehrschicht-Verbundverpackungen mit den Kodes angeführt, die zur Kennzeichnung der Zusammensetzung des Verpackungsmaterials zu verwenden sind. Dazu werden auch einige Beispiele vollständiger Umweltkennzeichnungen abgebildet, die sowohl die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestinformationen als auch die fakultativen Angaben enthalten.

Die Beispiele sind nicht als einzig mögliche Formulierung zu verstehen, sondern sind nur eine mögliche Lösung, die der Betrieb anwenden kann. Sie enthalten auch nicht alle möglichen fakultativen Informationen. Jeder Betrieb kann nach eigenem Ermessen die Grafik und Präsentation wählen, mit der er die Informationen kommunizieren möchte; diese müssen nur wirksam und im Einklang mit den Zielen des Art. 219, Absatz 5 sein.

Für die grafische Abbildung von Beschreibungen und Symbolen empfiehlt es sich, die Farben gemäß Norm UNI 11686 zu verwenden (Abfallbewirtschaftung - Waste visual elements - Elemente für die visuelle Kennzeichnung von Behältern für die Sammlung von Hausmüll).

Für die nachfolgenden Beispiele wurden die von der technischen Norm vorgesehenen Farbkodes gewählt.

UNI-Norm 11686

Die Norm definiert die Farben und weiteren Elemente zur visuellen Kennzeichnung der Mülltonnen, um diese für den Endverbraucher unmittelbar erkenntlich zu machen.

Die Bürger und Bürgerinnen trennen den Müll immer öfter in mehreren Städten und Gemeinden. In solchen Fällen können die Farbkodes bei der Ermittlung der jeweiligen Tonne behilflich sein und die Mülltrennung in fremden Gemeinden erleichtern.

Die Norm gestattet die unmittelbare Identifizierung seitens der Verbraucher und sieht folgende Farben vor:

 

Schaffen wir Klarheit

Zusammenlegung oder Behandlung: die Regel der > 5%

 Im Sinne der Entscheidung 129/97/EG sind unter „Verbundverpackungen“ Verpackungen zu verstehen, die sich aus verschiedenen Materialien zusammensetzen, deren Bestandteile nicht manuell getrennt werden können.

Diese Verpackungen können entweder durch eine Behandlung (z.B. Coating, Metallisierung, Laminierung, Lackierung) oder durch eine regelrechte Zusammenlegung von Materialien hergestellt werden.

Für solche Verpackungen sieht die Entscheidung 129/97/EG in Anhang VII unterschiedliche alphanumerische Kodierungen je nach gewichtsmäßig überwiegender Werkstofffamilie und Sekundärverbundstoff vor.

 

Die 5%-Schwelle

Um die Materialien der Verbund- oder Mehrschichtverpackungen korrekt kennzeichnen zu können, gehen wir von der Annahme aus, dass die Verpackung wie eine aus einem einzigen Material bestehende Verpackung zu behandeln und gemäß dem gewichtsmäßig überwiegenden Werkstoff zu kennzeichnen ist, wenn das Gewicht des Sekundärwerkstoffes weniger als 5% des Gesamtgewichtes der Verpackung ausmacht. Andernfalls sind die Kennzeichnungen gemäß Anhang VII der Entscheidung 129/97/EG anzuwenden, wenn es sich um eine Verbundverpackung handelt, bzw. die Kennzeichnung „7“ laut Anhang I, wenn es sich um eine Mehrschicht-Verpackung aus Kunststoff handelt. Diese Schwelle gilt auch für Verpackungen mit mehreren Sekundärverbundstoffen, von denen einer ein Gewicht unter 5% des Gesamtgewichtes aufweist: Dieses Material wird bei der Kennzeichnung nicht berücksichtigt.

Ebenso gilt diese Schwelle, wenn zwei oder mehrere Sekundärverbundstoffe vorhanden sind und diese gemeinsam weniger als 5% des Gesamtgewichtes ausmachen, sodass die Verpackung als eine aus einem einzigen Material bestehende Verpackung angesehen wird. Überschreitet hingegen die Summe der Gewichte der Sekundärverbundstoffe die Schwelle der 5%, wird die Verpackung mit den Kodes gemäß Anhang VII der Entscheidung 129/97/EG für Verbundstoffe in Bezug auf die Materialien, aus denen sich die Verpackung zusammensetzt, gekennzeichnet.

Diese Vereinfachung stützt sich auf den DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS (EU) 2019/665, laut dem die Mitgliedstaaten für die Berechnung und Überprüfung der Zielvorgaben des Recyclings die Verbundverpackungen aufgeschlüsselt nach den in der Verpackung vorhandenen Materialien erfassen und melden müssen, aber „von dieser Anforderung abweichen können, sofern ein bestimmtes Material einen unwesentlichen Teil der Verpackungseinheit und in jedem Fall nicht mehr als 5 % der Gesamtmasse der Verpackungseinheit ausmacht“.

 

Wie sind die Werkstoffe zu behandeln, die kein Verpackungsmaterial sind (zum Beispiel Klebstoffe, Tinten, Keramik, Gummi)?

Wird die Verpackung mit einem der Verpackungswerkstoffe (Stahl, Aluminium, Papier, Holz, Kunststoff, Glas) in Zusammenlegung oder Behandlung mit einem anderen Material, das kein Verpackungsmaterial ist (z.B. Klebstoff, Tinte, Keramik, Gummi) erstellt, wird sie wie eine aus einem einzigen Material bestehende Verpackung behandelt.

So trägt zum Beispiel eine Verpackung aus HDPE mit einer Schicht Tinte und Einsatz von Klebstoffen, deren Gewicht mehr als 5% der Gesamtmasse der Verpackung ausmacht, nur die Kennzeichnung für Verpackungen, die ausschließlich aus HDPE bestehen.

 
VERPACKUNGEN AUS STAHL
 
VERPACKUNGEN AUS ALUMINIUM

 

Kode 42: Wenn das Metall weder Stahl noch Aluminium ist

Besteht eine Verpackung aus einem Metall, das weder Stahl noch Aluminium ist und für das in Anhang III der Entscheidung 129/97/EG keine spezifische Kodierung vorgesehen ist, wird die Nummerierung „42“ empfohlen, d.h. die erste Kodierung der Tabelle, der kein Werkstoff zugeordnet ist und die daher für andere nicht vorgesehene Metalle verwendet werden kann.

 
VERPACKUNGEN AUS PAPIER

 

Papier, Papppapier oder Wellpappe?

Papier hat eine Grammatur bis zu 150 g/m2, Pappe hingegen eine Grammatur von über 600 g/m2, die auch bis zu 1100 g/m2 ansteigen kann. Papppapier ist grammaturmäßig zwischen Papier und Papier anzusiedeln; seine Grammatur beträgt 250 bis 450 g/m2. Somit sind zwei Grammaturbereiche (zwischen 150 und 250 g/m2 und zwischen 450 und 600 g/m2) keinem spezifischen Material zugeordnet: Im ersteren Fall kann das entsprechende Produkt Papier oder Papppapier, im zweiten Fall Papppapier oder Pappe sein.

https://www.comieco.org/glossario/

Beispiel

 

VERPACKUNGEN AUS HOLZ

 

 

VERPACKUNGEN AUS KUNSTSTOFF

Wie sind Polymere einer Kunststoffverpackung zu kennzeichnen, die nicht in der Entscheidung 129/97/EG aufgelistet sind?


Polymere, für die die Entscheidung 129/97/EG keine spezifische Kodierung vorsieht

Die Entscheidung 129/97/EG sieht nur für 6 unterschiedliche Polymere alphanumerische Kodes für die Kennzeichnung des spezifischen Materials vor. In Wirklichkeit werden unzählige Polymere für die Herstellung von Kunststoffverpackungen verwendet; diese Zahl wird in Zukunft noch weiter ansteigen, da dieser Bereich einen rasanten technischen Fortschritt verzeichnet, um die verschiedensten Anforderungen zu erfüllen.

Bislang wurden Polymere, die in der Entscheidung 129/97/EG nicht ausdrücklich angeführt sind, mit dem Kode „7“ gekennzeichnet. Um aber genauere Informationen über die Zusammensetzung der Kunststoffverpackungen zu liefern und der Vielfalt der bestehenden Polymere, die alle mit dem Kode „7“ gekennzeichnet werden, gerecht zu werden, empfehlen wir, die „7“ wie folgt zu ergänzen:

  • mit dem Kurzzeichen des Polymers gemäß technischer Norm UNI EN 1043-1, soweit dies möglich ist;

Beispiel: „PA 7“ für Verpackungen aus Polyamid

  • mit der ausgeschriebenen Bezeichnung des Kunststoffes oder dem marktüblichen Kürzel, falls kein Kurzzeichen vorgesehen ist.

Beispiel: „Cellophane 7“ für Verpackungen aus Zellulose

So könnte eine Verpackung aus PET, das zu PETG umgeändert wird, mit „PETG 7“ gekennzeichnet werden.

  • Ein besonderer Fall sind die Verpackungen, die mit biologisch abbaubaren und kompostierbaren Polymeren im Sinne der Norm UNI EN 13432 hergestellt werden: Für solche Polymere sehen nämlich auch die technischen UNI-Normen keine Kodierung vor. In solchen Fällen empfehlen wir die Aufschrift „Plastica compostabile“ (Kompostierbarer Kunststoff).

Beispiel: „Plastica compostabile 7“ für Verpackungen aus Polyactiden.

Mehrschichtmaterial, das aus verschiedenen Polymeren besteht

Verpackungen, die aus zwei oder mehreren Polymeren bestehen, werden mit dem Kode „7“ gekennzeichnet, da die Entscheidung 129/97/EG auch in diesem Fall keine spezifischen Kodierungen vorsieht.

Möchte der Hersteller genauere Informationen über die Zusammensetzung der Kunststoff-Mehrschichtverpackungen liefern, empfehlen wir, sich an die technische Norm UNI EN 11469 zu halten, laut der die Kurzzeichen der Polymere der Verpackung zwischen den Zeichen “>” und “<” mit dazwischen liegendem "+" angeführt werden.

Beispiel: Eine aus PET und HPDE zusammengesetzte Mehrschichtverpackung könnte wie folgt gekennzeichnet werden: >PET+HDPE< 7.

Beispiel    

 
Mit GVD 116/2020 wurde Art. 182-ter des GVD 152/2006 über Bioabfälle geändert und bestimmt, dass die Abfälle - auch die Verpackungsabfälle - die ähnliche Merkmale in Bezug auf die biologische Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit wie die Bioabfälle aufweisen, gemeinsam mit letzteren gesammelt und recycelt werden, vorausgesetzt, dass:

  1. für letztere von akkreditierten Stellen die Konformität mit dem europäischen Standard EN 13432 für Verpackungen, die über die Kompostierung oder den biologischen Abbau verwertet werden können, bescheinigt wurde;
  2. diese angemessen gekennzeichnet sind und zusätzlich zur Angabe der Konformität mit den vorgenannten europäischen Standards eine Kennzeichnung des Herstellers und der zertifizierenden Stelle aufweisen sowie geeignete Anleitungen für die Verbraucher liefern, um diese Abfälle in den Kreiskauf der getrennten Müllsammlung und des Recyclings von Bioabfällen einbringen zu können.

 

Die Umweltkennzeichnung für Einkaufstüten aus Kunststoff

Die einschlägigen Bestimmungen (GVD 152/2006, Art. 219, Absatz 3bis) haben bereits 2017 spezifische Anforderungen für die Vermarktung und die Kennzeichnung von biologisch abbaubaren und kompostierbaren Einkaufstüten und von ultraleichten Einkaufstüten aus biologisch abbaubarem und kompostierbarem Kunststoff zu Hygienezwecken und/oder für lose verkaufte Nahrungsmittel (z.B. Tüten für Obst und Gemüse) eingeführt; hinzu kommen nun die Kennzeichnungspflichten des Dekrets 116, sowohl in Hinblick auf die Änderungen des Art. 219 Absatz 5 in Bezug auf die Umweltkennzeichnung der Verpackungen, als auch für die Bestimmungen über Bioabfälle mit den Änderungen des Art. 182ter GVD 152/2006.

Es können somit Tüten aus Kunststoffen vermarktet werden, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • wiederverwendbare Kunststofftüten mit besonderen Merkmalen in Bezug auf Dicke und Inhalt an recyceltem Material, je nach verkaufter Ware, die nicht kostenlos ausgegeben werden dürfen;
  • biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststofftüten mit Zertifizierung nach EN 13432 für den Warentransport;
  • biologisch abbaubare und kompostierbare zertifizierte Kunststofftüten aus ultraleichtem Material und mit einem Mindestinhalt an erneuerbarem Rohstoff (ab 1. Jänner 2021 nicht unter 60 Prozent). Die Hersteller der biologisch abbaubaren und kompostierbaren Kunststofftüten müssen zudem den Prozentsatz der in ihren Produkten enthaltenen erneuerbaren Rohstoffe gemäß Standard EN 16640:2017 zertifizieren.

Alle obengenannten Kunststofftüten dürfen nicht kostenlos geliefert/verteilt werden; Ziel ist es, Verschwendungen zu vermeiden (sog. pricing). Die Tüten müssen zudem die Elemente zur Kennzeichnung des Herstellers aufweisen (Art. 219, Absatz 3bis, GVD 152/2006).

Die für diese Verpackungen bereits vorgesehenen Kennzeichnungspflichten zwecks Mitteilung ihrer Umweltmerkmale (https://www.etichetta-conai.com/documenti/nota-informativa-sulle-borse-di-plastica/) sind nun mit den Pflichten des neuen Dekrets zu ergänzen. Dies gilt sowohl in Bezug auf die Änderung des Absatzes 5, Art. 219 in Hinblick auf die Umweltkennzeichnung der Verpackungen, als auch auf die Änderungen am Art. 182ter GVD 152/2006 über Bioabfälle im Fall der kompostierbaren Einkaufstüten.

Pflichtkennzeichnung für Getränkebecher, die ganz oder teilweise aus Kunststoff hergestellt werden

Die Richtlinie (EU) 2019/904 „über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt“ hat allgemeine Vorschriften für die Kennzeichnung bestimmter Einwegkunststoffartikel festgelegt, um die Verbraucher in Bezug auf die Bedeutung einer korrekten Bewirtschaftung zu sensibilisieren.

Die Durchführungsverordnung (EU) 2020/2151 der Kommission vom 17. Dezember 2020 hat die harmonisierten Kennzeichnungsvorschriften für diese Produkte festgelegt. Auch Getränkebecher, die teilweise oder ganz aus Kunststoff bestehen, unterliegen einer spezifischen Kennzeichnungspflicht.

In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Vorschriften der Verordnung zusammengefasst.

Die Verordnung beschreibt sehr genau die Merkmale der Kennzeichnung von Getränkebechern, die teilweise oder gänzlich aus Kunststoff bestehen, und zwar in Bezug auf:

  • die Position der Kennzeichnung, die je nach Art des Getränkebechers (herkömmlicher Getränkebecher oder Getränkebecher in der Form von Wein- und Sektgläsern) unterschiedlich ist;
  • die Größe der Kennzeichnung, die je nach Volumen des Getränkebechers (bis zu und über 500 ml) unterschiedlich ist;
  • die grafische Gestaltung der Kennzeichnung, die je nach Volumen des Getränkebechers (bis zu und über 500 ml) unterschiedlich ist und gedruckt oder eine eingravierte/geprägte Aufschrift sein kann.

VERPACKUNGEN AUS GLAS

 

Was geschieht, wenn das Glas weder durchsichtig noch grün oder braun ist?

Anhang VI über die Kennzeichnung der Verpackungen aus Glas sieht Kennzeichnungen für Verpackungen aus durchsichtigem, grünem oder braunem Glas vor.

Für Verpackungen aus andersfarbigem Glas kann der Kode GL 73 verwendet werden, d.h. die erste freie Kodierung, die keine besondere Farbe kennzeichnet und daher in solchen Fällen angewendet werden kann.

Beispiel   
 
MEHRSCHICHT-VERBUNDMATERIAL ODER VERBUNDVERPACKUNGEN

 

Beispiel
 
VERPACKUNGEN AUS TEXTILIEN

Für Verpackungen aus Textilmaterialien wird auf den Anhang V der Entscheidung 129/97/EG Bezug genommen.

Für Textilmaterialien, die nicht in dieser Tabelle vorgesehen und somit weder „Baumwolle“ noch „Jute“ sind, kann der Kode TEX 62 verwendet werden, d.h. die erste freie Kodierung, die kein Material kennzeichnet.

Diese Verpackungen fallen nicht unter die getrennte Hausmüllsammlung, sondern in spezifische Sammlungen. Daher sollte gemeinsam mit der Kodierung auch der Begriff „Textilien“ ausgeschrieben und mit der Aufforderung an den Verbraucher, die Bestimmungen der eigenen Gemeinde zu prüfen, ergänzt werden.


HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN (FAQ)

 
ANLEITUNGEN FÜR DIE LEKTÜRE

Nachfolgend sind die Antworten auf Fragen aufgelistet, die häufig von den Unternehmen zur Umweltkennzeichnung gestellt werden. Vorgeschlagen werden hier gemeinsame Auslegungen zu verschiedenen Aspekten, welche die anfragenden Wirtschaftstreibenden betreffen. Die in dieser Fragesammlung behandelten Themen betreffen organisatorische Aspekte wie zum Beispiel die Reichweite der Pflicht, die Haftungen und die Fristen, aber auch praktische Aspekte wie die Modalitäten, die Inhalte und die vorzugsweisen zu beachtenden Merkmale der Verpackungen, wobei oft auf die Begriffsbestimmungen verwiesen wird, die für ein besseres Verständnis nützlich sein können.
In den Infokästen werden zudem einige Themen angesprochen, die bei der öffentlichen Anhörung von vielen Unternehmen als bedeutsame kritische Aspekte genannt wurden und eine Vertiefung sowie spezifische Maßnahmen erfordern, die bis heute nicht im Gesetzestext vorkommen.

 

 Für welche Bereiche gilt die Pflicht der Umweltkennzeichnung?

Die Pflicht der Umweltkennzeichnung bezieht sich auf Verpackungen, d.h. auf „aus beliebigen Stoffen hergestellte Produkte zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung und zur Darbietung von Waren, die vom Rohstoff bis zum Verarbeitungserzeugnis reichen können und vom Hersteller an den Benutzer oder Verbraucher weitergegeben werden. Auch alle zum selben Zweck verwendeten „Einwegartikel“ sind als Verpackungen zu betrachten“.

Die Umweltkennzeichnungspflicht gilt nicht für Produkte, die keine Verpackungen sind. So sind z.B. natürliche Wursthüllen, Briefumschläge, Besteck keine Verpackungen und unterliegen daher auch nicht dieser Pflicht.

Um zu bestimmen, welche Produkte Verpackungen sind und welche nicht, siehe auf der Website des CONAI die Seite https://www.conai.org/imprese/cosa-e-imballaggio/.

Mit heutigem Stand gilt für alle Verpackungen, die in Italien in Verkehr gebracht werden, die Pflicht der Umweltkennzeichnung.

Das Ministerium für den ökologischen Wandel hat in seiner Aussendung vom 17. Mai 2021 geklärt, dass die für Drittländer bestimmten Verpackungen von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind (und den spezifischen Bestimmungen des Ziellandes unterliegen). Die für Drittländer bestimmten Verpackungen müssen während der gesamten logistischen Phase vor der Ausfuhr mit geeigneten Unterlagen, welche die Bestimmung bescheinigen, bzw. mit Transportdokumenten und/oder technischen Datenblättern mit Angaben zur Zusammensetzung ausgestattet sein.

 

 Müssen auch kleine, mehrsprachige und importierte Verpackungen gekennzeichnet werden?

Die Rechtsnormen sehen keine Ausnahmen für kleine Verpackungen und/oder Verpackungen mit begrenzter Druckfläche, mehrsprachige oder importierte Verpackungen vor. Dennoch ist es bei solchen Verpackungen praktisch gesehen nicht einfach, die Kennzeichnung auf der Verpackung anzubringen, insbesondere bei kleineren Verpackungen. Für jene, die in mehrteiligen Verpackungen verstaut sind, könnte die Lösung darin bestehen, die Umweltkennzeichnung auf der Präsentierverpackung abzubilden; wenn sie jedoch lose verkauft werden, könnte es technische Probleme mit der Anbringung der Umweltkennzeichnung und/oder Schwierigkeiten in Bezug auf die Sichtbarkeit und Lesbarkeit der Informationen geben.

In diesem Zusammenhang hat das Ministerium für den ökologischen Wandel mit Schreiben vom 17. Mai 2021 geklärt, dass bei tatsächlichen physischen und/oder technologischen Einschränkungen bei der Anbringung der Umweltkennzeichnung auf der Verpackung die entsprechenden Informationen über digitale Kanäle geliefert werden können. Sollte auch dies nicht möglich sein, müssen sie auf der Website des Betriebes und/oder des Verkäufers zur Verfügung gestellt werden.

Um dem Endverbraucher die vorgeschriebenen Umweltinformationen über die Zusammensetzung und die Entsorgung der Verpackungen leichter zugänglich zu machen, wird empfohlen, auf der Verpackung oder in der Verkaufsstelle deutlich anzugeben, wie diese Informationen digital oder im Netz zu finden sind.

Was ist mit kleinen Verpackungen gemeint?

Die Rechtsnormen sehen keine eindeutige Definition der kleinen Verpackungen vor. In der Aussendung vom 17. Mai 2021 verweist das Ministerium für den ökologischen Wandel jedoch auf die Begriffsbestimmung der kleinen Verpackungen aus Verordnungen für spezifische Lieferfetten, wie zum Beispiel im Nahrungsmittelbereich oder bei Gefahrengut. Diese Verordnungen definieren folgende Verpackungen als klein:

  1. Verpackungen, deren größte Oberfläche weniger als 25 cm2 beträgt - Begriffsbestimmung aus der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, welche die Angabe auf den Lebensmittelverpackungen der Nährwerte der darin enthaltenen Produkte vorschreibt und die Möglichkeit vorsieht, die kleinen Verpackungen von dieser Pflicht auszuschließen;
  2. Verpackungen mit einem Inhalt von nicht mehr als 125 ml - Begriffsbestimmung aus der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, Art.29 Absatz 2 und Punkt 1.5.2, Teil I Anhang I, laut der die als gefährlich eingestuften Stoffe, die in Verpackungen enthalten sind, mit einer Etikette ausgestattet werden müssen, auf der die spezifischen Elemente aufgelistet sind; dabei sieht die Verordnung einige Ausnahmen für kleine Verpackungen vor.

 Müssen auch neutrale Verpackungen gekennzeichnet werden?

Mit neutralen Verpackungen sind nicht bedruckte Verpackungen gemeint, die keine Grafik, Symbole und Information vorsehen und in dieser Form vom Hersteller verkauft werden.

Die Rechtsnorm schließt diese Verpackungen nicht von der Pflicht aus. In einigen Fällen bestehen jedoch technische Einschränkungen, welche die physische Anbringung der Umweltkennzeichnung auf den Verpackungen konkret unmöglich machen.

In diesem Zusammenhang führt das Ministerium für den ökologischen Wandel in seiner Aussendung vom 17. Mai 2021 zwei besondere Fälle an:

  • Neutrale Verpackungen im Allgemeinen, mit besonderem Bezug auf Transportverpackungen und/oder mögliche halbfertige Verpackungen

In der Erklärung steht, dass in Anbetracht der wirtschaftlichen als auch strukturellen Schwierigkeiten für die Wirtschaftstreibenden eine mögliche Alternative zur herkömmlichen Kennzeichnung auf der Verpackung in Betracht gezogen werden muss. Daher kann für diese Verpackungen, die meist in den Bereich B2B fallen, die Kennzeichnung des Werkstoffes der Verpackung vom Hersteller auf den Transportdokumenten, welche die Ware begleiten, oder auf anderen externen Trägern, auch digitaler Art, mitgeteilt werden.

  • Vorverpackungen und Verpackungen mit unterschiedlichem Gewicht je nach Vertrieb

Die Vorverpackungen sind im Rundschreiben vom 31. März 2000, Nr. 165 des damaligen Ministeriums für Industrie, Handel und Handwerk, veröffentlicht im Gesetzesanzeiger Nr. 92, Allgemeine Reihe vom 19. April 2000, definiert: Damit sind Verpackungen von unterschiedlichem Gewicht gemeint, die oft an der Theke für frische Produkte oder mit freier Bedienung verwendet werden und deren Bestimmung erst nach Abfüllung des entsprechenden Produktes bekannt ist.

Auch in diesem Fall erweist sich die Anbringung der Kennzeichnung auf der Verpackung als schwierig: Es könnte sich nämlich um Verpackungen handeln, die für frische Nahrungsmittel (z.B. Fisch) bestimmt sind und daher nicht bedruckt werden dürfen, oder in anderen Fällen um Verpackungen, deren Zweckbestimmung zum Zeitpunkt der Herstellung und des Verkaufs nicht sicher feststeht (und daher nicht bekannt ist, ob sie für den Haushalt bestimmt sind); oder etwa um Verpackungen, die erst in der Verkaufsstelle zubereitet/geschnitten werden (z.B. Alu- oder Kunststofffolien), und daher nicht vorab bedruckt werden können.

Zur Lösung dieser Probleme hat das Ministerium für den ökologischen Wandel mit Bezug auf die Mitteilung vom 17. Mai 2021 geklärt, dass in solchen Fällen die Kennzeichnungspflicht als erfüllt gilt, wenn die Informationen über die Zusammensetzung der Verpackung im Sinne der Entscheidung 129/97/EG und die Informationen für den Verbraucher in Bezug auf die korrekte getrennte Müllentsorgung aus Informationsblättern hervorgehen, die den Endverbrauchern in den Verkaufsstellen zur Verfügung gestellt werden (z.B. neben den Informationen über enthaltene Allergene, oder auf Blättern neben der Theke) oder durch die Bereitstellung dieser Informationen in Websites in vordefinierten Standardblättern.

 

Welche Rechtssubjekte sind verpflichtet?

Der erste Satz des Absatzes 5 des Art. 219 führt nicht aus, welche Subjekte zur Kennzeichnung aller Verpackungen gemäß den Modalitäten der technischen UNI-Normen zwecks korrekter Information des Endverbrauchers verpflichtet sind. Der zweite Satz von Absatz 5 erklärt hingegen ganz klar, dass die Hersteller die Subjekte sind, welche die Art der verwendeten Verpackungsmaterialien angeben müssen.

Somit steht zumindest fest, dass die „Hersteller“ die alphanumerische Kodierung gemäß Entscheidung 97/129/EG ermitteln müssen; sie werden vom gesetzesvertretenden Dekret 152/2006 als „Lieferer von Verpackungsmaterialien, Hersteller, Verarbeiter und Importeure von leeren Verpackungen und Verpackungsmaterialien“ definiert.

Die Hersteller von Verpackungen sind die Subjekte, die dafür sorgen müssen, dass die Information über die Zusammensetzung der Verpackung die gesamte Lieferkette entlang übermittelt wird: Sie kennen nämlich die genaue Zusammensetzung der Verpackung.

Um die endgültige Definition der Zusammensetzung einer fertigen Verpackung zu gewährleisten, ist es besonders wichtig, dass jeder Hersteller von Artikeln, die als fertige oder halbfertige Verpackungen bezeichnet werden können, den nachfolgenden Gliedern der Lieferkette eine vollständige Information über die Zusammensetzung der Artikel liefert.

Handelt es sich zum Beispiel um eine Mehrschicht-Verpackung aus Kunststoff, die somit aus mehreren Polymeren besteht, muss der Hersteller seinem Kunden die genaue Zusammensetzung der Verpackung angeben. Die Verpackung könnte nämlich mit einem anderen Material verbunden werden; bei der Ermittlung der Kennzeichnung der fertigen Verpackung spielt dieses Detail also eine wesentliche Rolle.

Dennoch gilt es zu berücksichtigen, dass der Großteil der Verpackungen über vorverpackte Produkte in Verkehr gebracht wird und so den Endverbraucher erreicht. Bekanntlich wird die Kennzeichnung solcher Verkaufseinheiten oft vom Benutzer der Verpackung entschieden und festgelegt, indem er die Inhalte und die Form wählt und das auf die Verpackung aufzudruckende oder abzubildende Layout beschließt.

Weiters ist zu berücksichtigen, dass sowohl die gesamtstaatlichen als auch die europäischen Bestimmungen die Notwendigkeit einer gemeinsam getragenen Verantwortung für die Bewirtschaftung der Verpackungen und der Verpackungsabfälle vorsehen:

  • So heißt es in der Richtlinie 94/62/EG: „(...) Die Ausarbeitung und Durchführung der in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen umfasst und erfordert im gegebenen Fall die enge Zusammenarbeit aller Partner im Geiste geteilter Verantwortung“;
  • Art. 217, Absatz 2 GVD 152/2006 besagt: „Die Wirtschaftstreibenden der jeweiligen Lieferketten der Verpackungen gewährleisten in ihrer Gesamtheit, gemäß dem Grundsatz der geteilten Verantwortung, dass die Auswirkung der Verpackungen und der Verpackungsabfälle auf die Umwelt über den gesamten Lebenszyklus so sehr wie möglich eingeschränkt werden“.

Es ist daher unvermeidbar, dass die Anbringung der Umweltkennzeichnung eine vom Lieferanten und vom Benutzer der Verpackung geteilte Tätigkeit wird, welche die Wirtschaftstreibenden über Abkommen zwischen den Beteiligten regeln könnten.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass Artikel 261 Absatz 3 in Bezug auf die Sanktionen Folgendes verfügt: „Jeder, der im Binnenmarkt Verpackungen in Verkehr bringt, die die“ für die Kennzeichnung „vorgesehenen Voraussetzungen nicht erfüllen, unterliegt einer verwaltungsrechtlichen Geldbuße von 5.200 bis 40.000 Euro“.

Die Rechtsnorm ordnet somit unter die potentiell strafbaren Subjekte („Jeder, der“) jeden Wirtschaftstreibenden ein, der diese Verpackungen in Verkehr bringt. Zu diesen Wirtschaftstreibenden können folgende Kategorie gehören:

  • die Lieferer von Verpackungsmaterialien, Hersteller, Verarbeiter und Importeure von leeren Verpackungen und Verpackungsmaterialien;
  • die Händler, die Vertreiber, die für die Abfüllung zuständigen Wirtschaftstreibenden, die Benutzer der Verpackungen und die Importeure von vollen Verpackungen.

Daher ist der Hersteller der Verpackung verpflichtet, den Inhalt der Umweltkennzeichnung der Verpackung festzulegen, insbesondere mit Bezug auf die alphanumerische Kodierung gemäß Entscheidung 129/97, welche den Werkstoff der Verpackung angibt. Er muss auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass diese Information auf die mit dem oder den Kunden vereinbarte Weise zur Verfügung gestellt wird.

Die physische Anbringung der Kennzeichnung auf der Verpackung aufgrund der vom Hersteller zwingend gelieferten Informationen ist eine geteilte Verantwortung, die über geschäftliche und vertragliche Abkommen geregelt werden kann, in denen auch klar festgelegt wird, ab wann und wo ein an der Lieferkette beteiligtes Subjekt diese Aufgabe übernimmt.

Diese Überlegungen sind für jene Fälle umso wichtiger, in denen offensichtliche physische oder technische Einschränkungen vorliegen, welche die physische Anbringung der Umweltkennzeichnung auf die Verpackung erschweren oder gar unmöglich machen. In solchen Fällen (mit spezifischem Verweis auf die Fälle in der Mitteilung des Ministeriums für den ökologischen Wandel vom 17. Mai 2021), in denen die Kommunikation der Pflichtinformationen über externe Träger wie digitale Kanäle, Websites, Begleitdokumente zur Verpackung oder externe Etiketten erfolgt, ist es umso wichtiger, die Pflichten und Aufgaben der einzelnen Subjekte der Lieferkette über ein Abkommen festzulegen und dabei anzugeben, welche alternativen Lösungen sich für die Erfüllung der Kennzeichnungspflicht anbieten.

 

Wann tritt die Kennzeichnungspflicht in Kraft?

Am 21. Mai 2021 wurde im Gesetzesanzeiger das Gesetz Nr. 69 zur Umwandlung des Gesetzesdekrets vom 22. März 2021 Nr. 41, sog. „Decreto Sostegni“, veröffentlicht.

Unter den Änderungen, die im Zuge der Umwandlung des Dekrets vorgenommen wurden, scheinen auch die Aussetzung der Umweltkennzeichnungspflicht für Verpackungen bis zum 31. Dezember 2021 sowie die Möglichkeit für die Wirtschaftstreibenden des Sektors auf, die Produkte, welche die neuen Anforderungen der Umweltkennzeichnung nicht erfüllen und bereits in Verkehr gebracht oder mit einer Kennzeichnung versehen wurden, bis zur Erschöpfung ihrer Vorräte zu vermarkten.

So wurde Artikel 39 des Dekrets mit Absatz 1-ter ergänzt, der besagt: „Bis 31. Dezember 2021 wird die Anwendung des Artikels 219, Absatz 5 des gesetzesvertretenden Dekrets vom 3. April 2006, Nr. 152 ausgesetzt. Die Produkte, welche am 1. Jänner 2022 die neuen Anforderungen der Umweltkennzeichnung nicht erfüllen und bereits in Verkehr gebracht oder mit einer Kennzeichnung versehen wurden, können bis zur Erschöpfung ihrer Vorräte vermarktet werden“.

Daher wird für alle Verpackungen die Aussetzung der Kennzeichnungspflicht (die Pflicht, die Verpackungswerkstoffe gemäß Entscheidung 129/97/EG zu kennzeichnen und die korrekte Entsorgung der für die Verbraucher bestimmten Verpackungen anzugeben) bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Außerdem können die Betriebe die Produkte, welche am 1. Jänner 2022 die neuen Anforderungen der Umweltkennzeichnung nicht erfüllen und bereits in Verkehr gebracht oder mit einer Kennzeichnung versehen wurden, bis zur Erschöpfung ihrer Vorräte vermarkten.

Inkrafttreten der Pflicht: die Verordnungen in zeitlicher Reihenfolge

Infolge des Inkrafttretens der Pflicht zur Umweltkennzeichnung der Verpackungen am 26. September 2020 haben Confindustria und viele andere Verbände eine dringende Übergangsregelung für den Zeitraum von achtzehn Monaten vorgeschlagen, welche den Herstellern und Benutzern von Verpackungen ermöglichen sollte, die eigenen Produktions- und Vertriebsverfahren an die neuen Pflichten anzupassen. Dieses Bedürfnis war auch im Leitfaden Linee Guida per l’etichettatura ambientale des CONAI hervorgehoben worden.

Am 31. Dezember 2020 ist im Gesetzesanzeiger das Gesetzesdekret vom 3. Dezember 2020, Nr. 183 (sog. „Decreto Milleproroghe 2021“) veröffentlicht worden; Absatz 6 des Artikels 15 des Dekrets sah nur die Aussetzung bis zum 31. Dezember 2021 der Pflicht vor, auf den B2C-Verpackungen die Angaben für die korrekte getrennte Entsorgung anzugeben. Die Aussetzung der (seit 26. September 2020 bestehenden) Pflicht, auf den Verpackungen die alphanumerische Kennzeichnung des Werkstoffes gemäß Entscheidung 129/97/EG anzubringen, war darin nicht vorgesehen.

Die Unternehmen und Verbände des Sektors haben gemeinsam mit dem CONAI sofort die Notwendigkeit bekräftigt, die Aussetzung der gesamten Kennzeichnungspflicht vorzusehen, da das Problem der Vorräte für die Unternehmen sowohl unter dem wirtschaftlichen als auch unter dem Umweltaspekt groß war bzw. die großen Mengen an nunmehr überholten Verpackungen, die der Norm nicht mehr entsprachen, nicht mehr vermarktet werden konnten.

Die Antwort der Institutionen kam schließlich mit der Veröffentlichung im Gesetzesanzeiger vom 21. Mai 2021 des Gesetzes Nr. 69 zur Umwandlung des Gesetzesdekrets vom 22. März 2021 Nr. 41, sog. "Decreto Sostegni".

Muss die Umweltkennzeichnung notgedrungen direkt auf die Verpackung gedruckt werden oder kann sie auch auf einen Träger angebracht werden (z.B. auf eine Etikette)?

Die Umweltkennzeichnung kann direkt auf die Verpackung oder auf einen Träger, der vom Verpackungssystem vorgesehen ist, angebracht/gedruckt/eingraviert werden.

 

Wie werden Verpackungen gekennzeichnet, die aus mehreren Komponenten bestehen? Muss die Umweltkennzeichnung zwingend auf jeder Komponente derselben Verkaufseinheit abgebildet werden?

Die Verpackungssysteme, die einen Hauptkörper und andere Zusatzkomponenten vorsehen, die nicht manuell trennbar sind , müssen zwingend mit dem Identifikationskode des Materials des Hauptkörpers und den Hinweisen für die Entsorgung in Bezug auf den Werkstoff des Hauptkörpers versehen sein.

Soweit möglich kann der Identifikationskode des Werkstoffs gemäß Entscheidung 129/97/EG auf den nicht manuell trennbaren Komponenten angebracht werden; auf letzteren werden allerdings nicht die Entsorgungshinweise abgebildet.

Sieht das Verpackungssystem hingegen Komponenten vor, die vom Hauptkörper manuell trennbar sind, müssen auf jeder einzelnen Komponente der alphanumerische Kode gemäß Entscheidung 129/97/EG und die Hinweise für die Entsorgung abgebildet werden.

Die Umweltkennzeichnungen (zumindest die alphanumerische Kodierung laut Entscheidung 129/97/EG) der einzelnen Komponenten, die manuell getrennt werden können und die Verkaufseinheit bilden, sollten auf jeder Komponente abgebildet werden.

Ist dies nicht möglich, können sie entweder auf dem Hauptkörper des Verpackungssystems oder auf der Etikette oder auf einer anderen Komponente angegeben werden, auf der die Information für den Endverbraucher leicht erkennbar ist.

Dasselbe gilt für mehrteilige Verpackungen, wo die Kennzeichnung vorzugsweise auf jeder Komponente des Verpackungssystems aufscheinen sollte. Ist dies nicht möglich, kann die Kennzeichnung auf der Verkaufseinheit (also auf der mehrteiligen Verpackung) wiedergegeben werden.

Im unten abgebildeten Beispiel besteht die ideale Lösung darin, die Kennzeichnung, zumindest jene für den Werkstoff, auf jeder Komponente und somit einzeln (Tablett und Folie) anzuführen. Ist dies nicht möglich, kann die Kennzeichnung des Tabletts und der Folie auf einer der beiden Komponenten abgebildet werden.

Dasselbe gilt für Einzelportionen von Pralinen (dünne Folie): Kann die Kennzeichnung nicht auf die einzelne Portion angebracht werden, kann die entsprechende Angabe auf einer der Komponenten der Verkaufseinheit angeführt werden.

Wird das Produkt mit einem Beipackzettel verkauft, wie es zum Beispiel bei Nahrungsergänzungsmitteln oder bei Gebrauchsanleitungen der Fall ist, und besteht aus Platz- oder technischen Gründen keine Möglichkeit, die Umweltkennzeichnung auf der Verpackung anzugeben, kann diese auch auf dem Beipackzettel abgebildet werden.

Muss auch für die Produktverwendung nützliches Zubehör, das keine Verpackung darstellt (z.B. Strohhalme, Bestecke), gekennzeichnet werden?

Dieses Zubehör ist keine Verpackung und unterliegt daher nicht der Kennzeichnungspflicht; die Verpackung desselben hingegen schon.

 

Wann ist eine Verpackung eine Verbundverpackung? Und wie muss diese gekennzeichnet werden?

Ein Verpackung ist dann eine Verbundverpackung, wenn sie aus verschiedenen Verpackungsmaterialien zusammengesetzt ist, die nicht manuell getrennt werden können.

Zur Kennzeichnung des Verpackungsmaterials wird auf den Verbundverpackungen die Kodierung gemäß Anhang VII der Entscheidung 129/97/EG angebracht, soweit der Sekundärverpackungsstoff mehr als 5% der Gesamtmasse der Verpackung ausmacht; andernfalls wird nicht die Kodierung gemäß Anhang VII, sondern jene für Verpackungen, die aus einem einzigen Material bestehen, mit Bezug auf das gewichtsmäßig überwiegende Material verwendet.

Insbesondere sieht die Kodierung der Verbundverpackungen Folgendes vor: C/ Kurzzeichen des überwiegenden Materials und Nummer, die der spezifischen Verbindung zugeordnet ist.

 

Wie muss eine Verbundverpackung (und/oder eine Verpackung mit nicht manuell trennbaren Komponenten aus unterschiedlichem Material), die vorwiegend aus Papier besteht und für den Endverbraucher bestimmt ist, gekennzeichnet werden?

Unbeschadet der alphanumerischen Kodierung C/PAP..., welche gemäß Anhang VII der Entscheidung 129/97/EG eindeutig angibt, dass es sich um eine vorwiegend aus Papier bestehende Verpackung handelt, folgen alle weiteren Informationen dem nachfolgend beschriebenen Schema:

  • Verbundverpackungen (und/oder Verpackungen mit Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen, die nicht manuell getrennt werden können), die vorwiegend aus Papier und einem Anteil an Zellulose zwischen 60 und 95% der Gesamtmasse der Verpackung bestehen Dem Verbraucher angeben, die Verpackung in der getrennten Sammlung für Papierverpackungen zu entsorgen;

  • Verbundverpackungen (und/oder Verpackungen mit Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen, die nicht manuell getrennt werden können), die vorwiegend aus Papier und einem Anteil an Zellulose unter 60% der Gesamtmasse der Verpackung bestehen  Dem Verbraucher angeben, die Verpackung im Restmüll zu entsorgen.
    Würden solche Verpackungen, die bis heute nicht recyclingfähig sind, im getrennten Müll entsorgt und über die Recyclingverfahren für Papierverpackungen bewirtschaftet werden, würden sie zu einer bedeutenden Erzeugung von Abfällen beitragen und somit eine höhere Umweltbelastung und Schwierigkeiten in der Bewirtschaftung bewirken und die Gesamtqualität der durch das Recycling erzeugten Sekundärrohstoffe beeinträchtigen.
    Im Recyclingprozess erzeugen 100 kg solcher Verpackungen über 85 kg Trockenabfall und knapp 150 kg Nassabfall, die nach entsprechendem Wasser- und Stromverbrauch in einer Deponie entsorgt werden müssen. Da es sich hier um Verpackungen handelt, die nicht mit Papier und Pappe recycelt werden können, sollten die Hersteller in der Kennzeichnung die Entsorgung als Restmüll empfehlen, um die Umweltauswirkungen ihrer Bewirtschaftung als Abfall soweit möglich einzuschränken;
  • Behälter für Flüssigkeiten  Angeben, dass die Verpackung im getrennten Müll zu entsorgen ist und fakultativ auf die entsprechenden Angaben unter dem Link http://www.tiriciclo.it/raccolta-e-riciclo/ verweisen, wo ein Leitfaden für den Verbraucher für die Zubringung der Kartone, die Flüssigkeiten enthalten, für jede italienische Gemeinde angeboten wird.

 

Können für die Kodierung des Materials das Symbol mit den drei Pfeilen, die ein Dreieck bilden und den alphanumerischen Kode gemäß Entscheidung 97/129/EG enthalten, oder andere Symbole verwendet werden?

Die Kennzeichnung des Verpackungsmaterials, die bis zum 26. September 2020 nicht zwingend war, wurde von den Betrieben in den letzten Jahren durchaus mit verschiedenen Modalitäten angewandt, die von den bestehenden Bezugsquellen vorgesehen sind. So sind zum Beispiel zahlreiche Verpackungen mit Symbolen gekennzeichnet, die auf den Report CEN/CR 14311 Bezug nehmen (Symbol Alu im Pfeilekreis, die Ikone des Magnets für Stahlverpackungen, oder die Kodierung der Kunststoffpolymere in den Pfeilen, die ein Dreieck bilden); die Kunststoffverpackungen, die aus einem oder mehreren Polymeren bestehen, die nicht von der Entscheidung 129/97/EG vorgesehen sind, wurden oft mit „7“ oder „07“ other, manchmal innerhalb der drei Pfeile, die ein Dreieck bilden, gekennzeichnet.

Obwohl sich diese Verfahren zu regelrechten marktüblichen Praktiken für die Kennzeichnung dieser Verpackungsmaterialien entwickelt haben, weisen wir darauf hin, dass die Rechtsnorm deutlich vorschreibt, die Verpackungsmaterialien gemäß der Entscheidung 129/97/EG und unter Anwendung der zutreffenden UNI-Normen und nicht nach anderen Mustern oder üblichen Verfahren zu kennzeichnen.

 

Können nur recyclingfähige Verpackungen über die getrennte Müllsammlung entsorgt werden?

Die Verpackungen können über die getrennte Müllsammlung entsorgt werden, unabhängig davon, ob sie bei heutigem Stand der Technik recyclingfähig sind oder nicht, vorbehaltlich aller guten Regeln für eine hochwertige getrennte Müllsammlung (allen voran die Regel, die Verpackung vor der Entsorgung zu entleeren). Dank des Systems CONAI - Abfallkonsortien nach Lieferkette werden die recyclingfähigen Verpackungen dem Recycling zugeführt und die restlichen Verpackungen für die Energierückgewinnung verwendet.

Die Bewertung der Recyclingfähigkeit einer Verpackung fällt unter die Zusatzinformationen, die der Betrieb auf der Verpackung angeben kann, unabhängig von den Informationen bezüglich der Entsorgung der Verpackung.

Die einzige Ausnahme bilden hier die Verbundverpackungen (und/oder Verpackungen mit Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen, die nicht manuell getrennt werden können), die vorwiegend aus Papier und einem Zellulosegehalt unter 60% des Gesamtgewichtes bestehen; ein solcher Prozentsatz verhindert die Recyclingfähigkeit der Verpackung, mit offensichtlichen Auswirkungen auf die Umwelt. Im Recyclingprozess erzeugen 100 kg solcher Verpackungen über 85 kg Trockenabfall und knapp 150 kg Nassabfall, die nach entsprechendem Wasser- und Stromverbrauch in einer Deponie entsorgt werden müssen. Da es sich hier um Verpackungen handelt, die nicht mit Papier und Pappe recycelt werden können, sollten die Hersteller in der Kennzeichnung die Entsorgung als Restmüll empfehlen, um die Umweltauswirkungen ihrer Bewirtschaftung als Abfall soweit möglich einzuschränken.

 

Wann kann die Recyclingfähigkeit einer Verpackung freiwillig mit dem Möbiusband angegeben werden?

Die Recyclingfähigkeit der Verpackung kann vom Hersteller mit dem Möbiusband im Sinne der UNI EN ISO 14021 angegeben werden, wenn die Verpackung im Sinne der technischen Norm UNI EN ISO 13430:2005 recyclebar ist.

Die technische Norm UNI EN ISO 13430

Die Verpackungen, die im Sinne der technischen Norm UNI EN ISO 13430 als recyclingfähig eingestuft werden können, erfüllen die Anforderungen für bestehende Recyclingtechniken, das heißt:

  • es muss eine effiziente Technik für das Recycling der Verpackung geben;
  • es muss eine bestimmte Masse gegeben sein, damit ein effizientes Recyclingverfahren möglich ist;
  • es muss einen Absatzmarkt für die aus dem Recycling gewonnenen Materialien geben.

Diese Kriterien müssen anhand von Untersuchungen und spezifischen Studien bewertet werden.

Weitere Auskünfte zu diesem Thema sind in den Leitfäden des Verpackungskonsortiums CONAI Requisiti Essenziali definiti dalla Direttiva 94/62/CE sugli imballaggi e i rifiuti di imballaggio unter folgendem Link zu finden.

 

Die technische Norm UNI EN 11743:2019

Die Betriebe, welche die Recyclingfähigkeit ihrer Papierverpackungen untersuchen möchten, können sich für die entsprechenden Tests an ein Labor wenden, in dem die Hauptphasen des Verfahrens für Papierrecycling aufgrund der UNI-Norm 11743:2019 simuliert werden.

 

Wann kann die biologische Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit der Verpackung erklärt werden?

Damit auch biologisch abbaubare und kompostierbare Verpackungsabfälle (und andere Erzeugnisse) in die Sammlung der Bioabfälle entsorgt werden können, hat GVD 116/2020 Art. 182-ter des GVD 152/2006 (Bioabfälle) abgeändert. Insbesondere sieht Absatz 6 des Artikels vor, dass die Abfälle - auch die Verpackungsabfälle - die ähnliche Merkmale in Bezug auf die biologische Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit wie die Bioabfälle aufweisen, gemeinsam mit letzteren gesammelt und recycelt werden müssen, vorausgesetzt, dass:

  1. für letztere von akkreditierten Stellen die Konformität mit dem europäischen Standard EN 13432 für Verpackungen, die über die Kompostierung oder den biologischen Abbau verwertet werden können, oder mit dem europäischen Standard EN 14995 für andere Erzeugnisse, die keine Verpackungen sind, bescheinigt wurde;
  2. diese angemessen gekennzeichnet sind und zusätzlich zur Angabe der Konformität mit den vorgenannten europäischen Standards eine Kennzeichnung des Herstellers und der zertifizierenden Stelle aufweisen sowie geeignete Anleitungen für die Verbraucher liefern, um diese Abfälle in den Kreislauf der getrennten Müllsammlung und des Recyclings von Bioabfällen einbringen zu können;
  3. innerhalb 31. Dezember 2023 diese so gekennzeichnet werden, dass sie in den gewöhnlichen Anlagen zur Sortierung der Abfälle und in den Anlagen für das Recycling von Bioabfällen von den herkömmlichen Kunststoffen unterschieden und getrennt werden können.

Diese neue Bestimmung fördert nicht nur das Recycling von Bioabfällen, sondern führt auch wichtige Neuigkeiten in Bezug auf die Kennzeichnung der kompostierbaren Verpackungen (und der anderen Erzeugnisse) ein, da diese neben den Informationen gemäß Art. 219, Absatz 5 des GVD 152/2006 auch folgende Elemente in der Umweltkennzeichnung enthalten müssen:

  • die Angabe der Konformität der Verpackung mit den europäischen Standards;
  • die Elemente zur Kennzeichnung des Herstellers und der Zertifizierungsstelle;
  • geeignete Anleitungen für die Verbraucher zur Entsorgung dieser Abfälle im Kreislauf der getrennten Müllsammlung und des Recyclings von Bioabfällen.

Zum Zweck der Sammlung und des Recyclings der im Hauskompost kompostierbaren Erzeugnisse müssen alle biologisch abbaubaren und kompostierbaren Verpackungen in Bezug auf die Konformität mit UNI EN 13432 (Anforderungen an die Verwertung von Verpackungen durch Kompostierung und biologischen Abbau) bescheinigt sein.

Die Bescheinigung ist eine förmliche Anerkennung der Konformität mit einer technischen Bezugsnorm, die von einer Zertifizierungsstelle erlassen wird; letztere wird vorab von Accredia akkreditiert, einem anerkannten Verein ohne Gewinnabsichten, der vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung kontrolliert wird. Nach ihrer Akkreditierung können die Einrichtungen und Labors am Markt Konformitäts- und Eichungsbescheinigungen, Prüfungsbestätigungen, Testberichte, Analyse- und Inspektionsberichte mit der Akkreditierungsmarke 'Accredia' ausstellen.

Mit der von der akkreditierten Stelle erlassenen Bescheinigung können der Hersteller oder der Lieferant auf dem Markt nachweisen, dass sie die Konformität der hergestellten Produkte oder gelieferten Dienste erhalten und wahren können. Zu diesem Zweck wird ein Konformitätszeichen verwendet. Dieses Zeichen wird auf die Verpackung des Produktes oder auf andere externe Träger angebracht (der Begriff „Zeichen“ bezeichnet ausschließlich ein grafisches Symbol, das auf der Verpackung aufgedruckt wird, um die Produkte unterscheiden zu können, welche eine gewisse Zertifizierung erhalten haben. Infolge des positiven Ausganges der Prüfung ermächtigt praktisch die dritte Einrichtung mit der Ausstellung der Bescheinigung die Verwendung eines Logos/Konformitätszeichens über einen ganz bestimmten Zeitraum). Das Zeichen, welches die erfolgte Ausstellung der Bescheinigung bestätigt, enthält gewöhnlich den sog. Lizenznehmerkode, einen alphanumerischen Kode, der einen Rückschluss auf das Subjekt, welches die Zertifizierung erhalten hat, und auf das zertifizierte Produkt ermöglicht.

Im spezifischen Fall der technischen Norm UNI EN 13432 handelt es sich um eine Produktzertifizierung; der Zertifizierungsdienst kann daher nur von Produktzertifizierungsstellen angeboten werden, die gemäß der Norm ISO/IEC 17065 akkreditiert wurden. Auf der Website von Accredia ist eine Datenbank der akkreditierten Organisationen und Labors (https://www.accredia.it/banche-dati/) einsehbar, die zur Ausstellung von Konformitätsbescheinigungen ermächtigt sind.

Um die Konformitätsbescheinigung ausstellen zu können, prüfen diese Organisationen oder Labors, dass die untersuchten Verpackungen die vorgeschriebenen Merkmale erfüllen, nämlich:

  • biologische Abbaubarkeit von mindestens 90% in 6 Monaten (das heißt, dass sich in dieser Zeit mindestens 90% des organischen Kohlenstoffes im Material in Kohlenstoffdioxid umwandeln muss);
  • nach einem dreimonatigen Kontakt mit organischen Stoffen muss die Materialmasse mindestens zu 90% aus Teilen bestehen, die kleiner als 2 mm sind (was nach dem Standard EN 14045 zu überprüfen ist);
  • das Material darf keine negativen Auswirkungen auf den Kompostierungsprozess haben;
  • niedrige Konzentration an Schwermetallen im Material;
  • die PH-Werte, der Salzgehalt, die Konzentration an flüchtigen Stoffen, Stickstoff, Phosphor, Magnesium und Kalium dürfen die festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten.

Um die erhaltene Zertifizierung auch während ihrer Gültigkeit aufrecht zu erhalten, können Prüfungen, Stichproben und Audits durch die Zertifizierungsstelle durchgeführt werden, um die Übereinstimmung der vermarkteten Produkte mit den Produkten, die ursprünglich zertifiziert worden waren, zu bescheinigen.

 

Wie kann der Inhalt an Sekundärrohstoff in der Zusammensetzung der Verpackung freiwillig angegeben werden?

Das Vorkommen von Sekundärrohstoffen in der Zusammensetzung der Verpackung kann mit dem Möbiusband und einem darin abgebildeten Prozentsatz, der den gewichtsmäßigen Anteil des recycelten Materials angibt, kommuniziert werden.

 

Muss die Kennzeichnung auf der Verpackung angebracht werden oder können diese Informationen dem Endverbraucher auch über digitale Kanäle (z.B. Apps, QR-Code, etc.) übermittelt werden?

Für einige Arten von Verpackungen kann es sehr schwierig bzw. unmöglich sein, die vollständige Umweltkennzeichnung anzubringen (wie z.B. bei kleinen Verpackungen oder Verpackungen mit beschränktem Platz, bei denen sich die Anbringung der Umweltkennzeichnung auf der Verpackung als technisch schwierig erweist, oder bei mehrsprachigen oder importierten Verpackungen).

Für einige dieser Fälle hat das Ministerium für den ökologischen Wandel mit Schreiben vom 17. Mai 2021 geklärt, dass angesichts der tatsächlichen Schwierigkeiten bei der physischen Anbringung der Umweltkennzeichnung auf der Verpackung diese Pflicht auch dann als erfüllt gilt, wenn die Pflichtinformationen gemäß Absatz 5 des Art. 219 des Gesetzbuches über Umwelt über digitale Kanäle (wie Apps, QR-Codes, Barcodes etc.) kommuniziert werden. Sollte auch dies nicht möglich sein, können die Informationen über Websites geliefert werden.

In der Aussendung wird zudem erklärt, dass im Allgemeinen der Einsatz von digitalen Instrumenten für die Erfüllung der Pflicht zur Umweltkennzeichnung der Verpackungen erlaubt ist (z.B. App, QR-Code, Websites), um dem technologischen Innovationsprozess und der Vereinfachung der Verfahren gerecht zu werden. Dieser Aspekt spielt zudem im Nationalen Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR) eine wesentliche Rolle.

Um die vorgeschriebenen Umweltinformationen über die Zusammensetzung und - falls es sich um Verpackungen für Endverbraucher handelt - die Entsorgung der Verpackungen leichter zugänglich zu machen, wird empfohlen, dem Verbraucher auf der Verpackung oder in der Verkaufsstelle deutlich anzugeben, wie er diese Informationen digital oder im Netz finden kann.

 

Muss der Hersteller einen bestimmten grafischen Stil für die Umweltkennzeichnung anwenden?

Bei der Ausarbeitung der Grafik und der Form der Umweltkennzeichnung können der grafische Stil, die Form und die Farben der Umweltkennzeichnung frei gewählt werden. Der Gesetzestext selbst enthält keine genauen Formulierungen, sondern nur die Empfehlung, Verpackungen angemessen zu kennzeichnen, womit er eindeutig vor allem auf die Erreichung des angestrebten Zieles ausgerichtet ist.

Klarerweise wird davon ausgegangen, dass die Kennzeichnung nicht nur deutlich, unmissverständlich und für jeden Verbraucher leicht verständlich, sondern auch gut lesbar sein muss. Daher wird empfohlen, auf die Bestimmungen im Lebensmittelbereich Bezug zu nehmen, die von der Verordnung (EU) 1169/2011, Art. 13 vorgesehen sind. Diese schreiben vor, dass die Informationen auf der Verpackung in einer Schriftgröße mit einer x-Höhe von mindestens 1,2 mm angegeben werden.

Bei Verpackungen, deren größte Oberfläche weniger als 80 cm2 beträgt, beträgt die x-Höhe der Schriftgröße mindestens 0,9 mm.

Mit Bezug auf die Grafik oder die Farben der Kennzeichnung sind keine zwingenden Vorschriften vorgesehen. Es können auch einfarbige Umweltkennzeichnungen entworfen werden.

Soll hingegen eine farbige Umweltkennzeichnung aufgedruckt werden, empfiehlt das CONAI im Sinne einer Harmonisierung und Vereinheitlichung der Angaben für den Bürger, bei der Wahl der Farben der Umweltkennzeichnung auf die Norm UNI 11686 über Waste Visual Elements Bezug zu nehmen, welche folgende Farben vorsieht:

  • Blau für Papier,
  • Braun für Bioabfall,
  • Gelb für Kunststoff,
  • Türkisblau für Metalle,
  • Grün für Glas,
  • Grau für Restmüll.

 

Muss in die Umweltkennzeichnung das Piktogramm mit dem Männchen, das die Verpackung in den Korb wirft, eingefügt werden?

Dieses Piktogramm ist eine Aufforderung, die Verpackung nicht in der Umwelt liegen zu lassen. In Wirklichkeit gibt es keine gesetzliche Definition dieser Grafik; vielmehr forderte das Gesetz ein frei erstellbares Piktogramm, das den Verbraucher/Bürger zu einem korrekten Umweltverhalten anregen sollte. Das Piktogramm wurde mit MD vom 28. Juni 1989 eingeführt. Die Bestimmung wurde anschließend mit Art. 36 des Gesetzes vom 3. Februar 2003, Nr. 14 (das wiederum vom aktuellen gesetzesvertretenden Dekret 152/2006 aufgehoben wurde) abgeschafft.

Welche Folgen hat der Verstoß gegen Art. 219, Absatz 5?

Für die Kontrolle und die Verhängung der Sanktionen sind die Provinzen zuständig.

Die Kompetenzen und die Gerichtsbarkeit in Verbindung mit der Feststellung der korrekten Anwendung der Bestimmungen über die Bewirtschaftung von Verpackungen, die Umweltkennzeichnung der Verpackungen und die entsprechenden Verwaltungsstrafen werden vom Gesetzbuch für Umwelt in Art. 262, Absatz 1 geregelt, wo es heißt: „Unbeschadet der anderen Bestimmungen des Gesetzes vom 24. November 1981, Nr. 689 über die Feststellung von verwaltungsrechtlichen Verstößen, obliegt die Verhängung der verwaltungsrechtlichen Geldbußen gemäß 4. Teil dieses Dekrets der Provinz, in deren Einzugsgebiet der Verstoß begangen wurde <<…>>“.


Die Umweltkennzeichnung im Überblick

 

Die nachfolgende Tabelle fasst die Inhalte dieses Leitfadens zusammen und stellt dabei die wichtigsten Themen schematisch dar: die Inhalte, die in Pflichtinhalte und empfohlene Inhalte unterteilt sind; die Modalitäten, d.h. den Standort und das Format, für die Lösungen vorgeschlagen werden, die aber nicht zwingend sind, sowie die entsprechenden Fristen.

Diese Hinweise gelten für alle Verpackungen. In diesem Zusammenhang hat die italienische Behörde für Pharmaka AIFA mitgeteilt, dass die Pharmaka von dieser Pflicht ausgeschlossen sind.

Wir möchten jedoch auch einige Fälle hervorheben, in denen die Anbringung der Umweltkennzeichnung auf die Verpackung aus technischen Gründen unmöglich sein könnte oder einen übermäßigen organisatorischen und logistischen Aufwand bewirken würde. Dabei beziehen wir uns insbesondere auf einige neutrale Verpackungen oder auf kleinere Verpackungen (siehe Kasten in FAQ 1).


e-tichetta: das TOOL für die Umweltkennzeichnung

 

Angesichts des zunehmenden Interesses der Betriebe zum Thema Umweltkennzeichnung arbeitet das CONAI seit einigen Monaten an einem spezifischen Online-Tool (e-tichetta), um damit die Betriebe bei der eigenständigen Erstellung der Umweltkennzeichnung auf Verpackungen zu unterstützen.

Ziel dieses Tools ist es, die Betriebe schrittweise in der Einführung eines Systems für eine korrekte, einheitliche, gesetzeskonforme Kennzeichnung zu begleiten, die den Endverbrauchern nützliche Informationen und Hinweise liefert.

e-tichetta stützt sich auf die Leitfäden des CONAI für die Umweltkennzeichnung der Verpackungen und steht auf der Website www.conai.org oder direkt unter e-tichetta.conai.org zur Verfügung.

 

WIE FUNKTIONIERT DIESES TOOL?
    1. Art der Verpackung wählen
    2. Angeben, ob es sich um eine Verpackung aus einem einzigen Werkstoff oder um eine Verbundverpackung handelt
    3. Die Werkstofffamilie (ev. des überwiegenden Materials) wählen
    4. Das spezifische Material angeben
    5. Bei Verbundverpackungen den oder die zusätzlichen Sekundärwerkstoffe wählen
    6. Die weiteren Fragen beantworten, um nützliche Zusatzinformationen zu liefern, die dem Endverbraucher mitgeteilt werden könnten

Das Tool liefert eine Reihe von Informationen, die in der Umweltkennzeichnung anzugeben sind, unter anderem:

  1. die Pflichtinformationen:
    • Art der Verpackung (1)
    • Kodierung des Verpackungsmaterials (gemäß Entscheidung 129/97/EG oder CEN/CR 14311:2002, wenn es sich um Stahl, Aluminium oder Kunststoff handelt) (2)
    • die ausgeschriebene Werkstofffamilie, damit der Verbraucher das Verpackungsmaterial korrekt identifizieren kann, da die alphanumerische Kodierung nicht immer unmittelbar verständlich ist (3)
    • die Angabe der Art der Sammlung und die Aufforderung an den Verbraucher, immer die Bestimmungen seiner Gemeinde zu überprüfen (4)
  2. Die fakultativen Informationen, um den Verbraucher bei einer hochwertigen getrennten Müllsammlung zu unterstützen (5).
  3. Die fakultativen Informationen über die weiteren Umweltmerkmale der Verpackung (Recyclingfähigkeit und Inhalt an recycelten Stoffen für jede Komponente) und über den Beitritt zum CONAI-System über das spezifische Markenzeichen (6).


Glossar

 

ABFALLBEWIRTSCHAFTUNG [„GESTIONE DEI RIFIUTI”]  
(CONAI (ohne Datum). Glossar Verfügbar im Glossar des CONAI)

Laut Art. 183, Absatz 1, Buchstabe n) des GVD 152/06 ist mit Abfallbewirtschaftung Folgendes gemeint: „Die Sammlung, der Transport, die Verwertung und die Entsorgung von Abfällen, einschließlich der Überwachung dieser Verfahren sowie der Nachsorge von Entsorgungsanlagen nach deren Schließung, mit Ausnahme der Handlungen, die von Händlern oder Vermittlern vorgenommen werden".

 

ABFALLKONSORTIEN NACH LIEFERKETTEN [„CONSORZI DI FILIERA”]
(CONAI (2020). Guida all’adesione e all’applicazione del contributo ambientale (Band 1). Erhältlich bei CONAI)

Art. 223 des GVD 152/06 sieht vor, dass die Hersteller von Verpackungen ein Konsortium für jedes Verpackungsmaterial (Stahl, Aluminium, Papier, Holz, Kunststoff und Glas) bilden. Die sechs Abfallkonsortien nach Lieferketten sind:

Ricrea – Nationales Konsortium für Recycling und Verwertung der Verpackungen aus Stahl;

Cial – Nationales Konsortium der Verpackungen aus Aluminium;

Comieco – Nationales Konsortium für die Verwertung und das Recycling der Verpackungen aus Zellulose;

Rilegno – Nationales Konsortium für die Sammlung, die Verwertung und das Recycling der Verpackungen aus Holz;

Corepla – Nationales Konsortium für die Sammlung, das Recycling und die Verwertung der Verpackungen aus Kunststoff;

Coreve – Konsortium für die Verwertung von Glas.

Alternativ zur Eintragung in die Abfallkonsortien nach Lieferketten können die Hersteller im Sinne des Art. 221, Absatz 3 desselben Dekretes: „a) eigenständig, auch in kollektiver Form, die Bewirtschaftung der eigenen Verpackungsabfälle auf dem gesamten Staatsgebiet organisieren; [...] c) auf eigene Verantwortung anhand geeigneter Unterlagen bescheinigen, dass ein System zur Rückerstattung der eigenen Verpackungen errichtet wurde und sich dieses System selbst finanziert [...]“.

 

AUS MEHREREN MATERIALIEN BESTEHENDE VERPACKUNG [„IMBALLAGGIO MULTIMATERIALE“]
(Conai (2020). Guida all’adesione e all’applicazione del contributo ambientale (Band 1). Erhältlich bei CONAI)

Eine Verpackung, die aus mehreren getrennten Komponenten aus unterschiedlichen Materialien besteht. Im Gegensatz zur Verbundverpackung können die einzelnen Materialien, welche die Verpackung bilden, getrennt werden. Aus mehreren Materialien bestehende Verpackungen sind zum Beispiel Pralinenschachteln (Papier für die Schachtel, Kunststoff für den internen Formbehälter), Bonbontüten (Kunststoff für die Tüte, Papier für die einzelnen Bonbons), Kaffeedosen (Aluminium für die Dose, Kunststoff für den Deckel), etc.

 

BIOLOGISCHER ABBAU [„BIODEGRADAZIONE”]
(Greene, J.P. (2014). Sustainable Plastics: Environmental Assessments of Biobased, Biodegradable, and Recycled Plastics. (1st Ed). John Wiley & Sons.)

Thermochemischer Prozess, der innerhalb einer gewissen Zeitspanne und unter spezifischen Umweltbedingungen erfolgt. Während des biologischen Abbaus werden die Materialien/Produkte in Biomasse, Wasser und Kohlenstoffdioxid umgewandelt.

 

ENERGIERÜCKGEWINNUNG (VERBRENNUNG) [„RECUPERO ENERGETICO (TERMOVALORIZZAZIONE)“]
(CONAI (2020). Guida all’adesione e all’applicazione del contributo ambientale (Band 1). Erhältlich bei CONAI)

Laut Art. 218, Absatz 1, Buchstabe n) des GVD 152/06 liegt eine Energierückgewinnung aus Verpackungsabfällen vor, wenn diese brennbaren Verpackungsabfälle zur Produktion von Energie durch Verbrennung (mit oder ohne andere Abfallarten) mit Wärmerückgewinnung verwendet werden.

 

GETRENNTE MÜLLSAMMLUNG [“RACCOLTA DIFFERENZIATA”]
(Gesetzesvertretendes Dekret 152/06, Artikel 183, Absatz 1 Buchstabe f (3. April 2006). Verfügbar in der Abgeordnetenkammer)

Die Sammlung, die gemäß den Kriterien der Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit, Transparenz und Effizienz dazu geeignet ist, Hausmüll zum Zeitpunkt der Sammlung in einheitlichen Abfallgruppen oder den feuchten Bioabfall auch zum Zeitpunkt der Behandlung zusammenzulegen sowie die Verpackungsabfälle getrennt von den anderen Hausabfällen zusammenzulegen, vorausgesetzt, dass alle genannten Abfälle auch tatsächlich für die Verwertung bestimmt sind.

 

HERSTELLER VON VERPACKUNGEN [„PRODUTTORE DI IMBALLAGGI”]
(CONAI (ohne Datum). Glossar Verfügbar im Glossar des CONAI)

Laut Art. 218, Absatz 1, Buchstabe r) des GVD 152/06 sind die Hersteller von Verpackungen „die Lieferer von Verpackungsmaterialien, Hersteller, Verarbeiter und Importeure von leeren Verpackungen und Verpackungsmaterialien“.

 

KOMPOSTIERBARKEIT [„COMPOSTABILITÀ”]
(Greene, J.P. (2014). Sustainable Plastics: Environmental Assessments of Biobased, Biodegradable, and Recycled Plastics. (1st Ed). John Wiley & Sons.)

Die Kompostierbarkeit ist die Fähigkeit eines Materials, durch den Prozess der Kompostierung - ein biologischer aerober Prozess unter bestimmten externen Umweltbedingungen - Kompost (Biomasse) zu generieren. Gewöhnlich herrschen in gewerblichen Kompostieranlagen Temperaturen zwischen 50 °C und 60 °C und eine Feuchtigkeit zwischen 45% und 55%.

 

Die technische Norm UNI EN 13432 gibt die Voraussetzungen an, die eine Verpackung erfüllen muss, um als Kompost verwertbar zu sein:

  • Verpackungen sind so auszulegen, zu fertigen und zu vertreiben, dass ihre Wiederverwendung oder -verwertung, einschließlich der stofflichen Verwertung, möglich ist und ihre Umweltauswirkungen bei der Beseitigung von Verpackungsabfällen oder von bei der Verpackungsabfallbewirtschaftung anfallenden Rückständen auf ein Mindestmaß beschränkt sind;
  • Zum Zwecke der biologischen Verwertung aufbereitete Verpackungsabfälle müssen separat sammelbar und so biologisch abbaubar sein, dass sie den Vorgang der biologischen Verwertung nicht beeinträchtigen;
  • Biologisch abbaubare Verpackungsabfälle müssen durch physikalische, chemische, wärmetechnische oder biologische Prozesse so zersetzt werden können, dass der Großteil des Endproduktes sich aufspaltet in Kohlendioxid, Biomasse und Wasser.

 

PRIMÄRVERPACKUNG (ODER VERKAUFSVERPACKUNG) [„IMBALLAGGIO PRIMARIO (O PER LA VENDITA)“]
(CONAI (ohne Datum). Glossar Verfügbar im Glossar des CONAI)

Im GVD 152/06 – Art. 218, Buchstabe b) wird die Primärverpackung als Verpackung bezeichnet, „die in der Verkaufsstelle eine Verkaufseinheit für den Endbenutzer oder den Verbraucher darstellt“. Im Allgemeinen ist die Primärverpackung die Verpackung, welche das einzelne konsumbereite Produkt umgibt.

 

RECYCLING/RECYCLING VON VERPACKUNGEN [„RICICLO/RICICLAGGIO DEGLI IMBALLAGGI“]
(Richtlinie 2008/98/EG, Artikel 3, Absatz 17 (19. November 2008). Verfügbar in EUR-Lex)

Jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfallmaterialien zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, aber nicht die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind.

 

SEKUNDÄRROHSTOFF [„MATERIA PRIMA SECONDA (MPS)“]
(Gesetzesvertretendes Dekret 205/10, Artikel 184-ter (3. Dezember 2010). Verfügbar in der Abgeordnetenkammer)

Gesamtheit von Abfällen, die keine Abfälle mehr sind, wenn sie einem Verwertungsverfahren, einschließlich Recycling, unterzogen werden und spezifische Kriterien erfüllen.

 

SEKUNDÄRVERPACKUNG (ODER MEHRFACHE VERPACKUNG) [„IMBALLAGGIO SECONDARIO (O MULTIPLO)“]
(CONAI (ohne Datum). Glossar Verfügbar im Glossar des CONAI)

Im GVD 152/06 – Art. 218, Buchstabe c) wird die Sekundärverpackung als Verpackung bezeichnet, „die in der Verkaufsstelle eine Gruppe bestehend aus einer bestimmten Anzahl an Verkaufseinheiten bildet, unabhängig davon, ob sie dem Endbenutzer oder Verbraucher als solche verkauft wird oder ausschließlich der besseren Einräumung der Ware in die Regale dient. Sie kann vom Produkt entfernt werden, ohne dessen Merkmale zu verändern“. Im Allgemeinen umgibt die Sekundärverpackung eine gewisse Anzahl an konsumbereiten Einzelprodukten. Wird die Sekundärverpackung entfernt, zeigt sich das unverändert bleibende und konsumbereite Produkt in der Primärverpackung.

SELBSTERZEUGER [„AUTOPRODUTTORE“]
(CONAI (ohne Datum). Glossar Verfügbar im Glossar des CONAI)

„Selbsterzeuger“ sind die Subjekte, welche Rohstoffe und Verpackungsmaterialien kaufen, um Verpackungen für die eigenen Produkte (die keine Verpackungen sind) anzufertigen/zu reparieren. Der Selbsterzeuger wird auch mit Bezug auf den Rohstoff, den er für die Reparatur der eigenen Verpackungen einsetzt, als Verwender eingestuft.

 

TERTIÄRVERPACKUNG (ODER TRANSPORTVERPACKUNG) [„IMBALLAGGIO TERZIARIO (O PER IL TRASPORTO)”]
(CONAI (ohne Datum). Glossar Verfügbar im Glossar des CONAI)

Im GVD 152/06 – Art. 218, Buchstabe d) wird die Tertiärverpackung als Verpackung bezeichnet, „welche die Handhabung und den Warentransport, von den Rohstoffen bis hin zum Fertigprodukt, einer gewissen Anzahl an Verkaufseinheiten oder Mehrfach-Verpackungen erleichtert, um deren Beeinträchtigung und andere Transportschäden zu verhindern, Container für Straßen-, Bahn-, See- und Lufttransporte ausgenommen“. Im Allgemeinen dient die Tertiärverpackung dazu, die Waren während des Transports zu schützen und deren Handhabung zu erleichtern.

 

UNI-NORM [„NORMATIVA UNI“]
(UNI (ohne Datum). Über uns. Verfügbar bei UNI)

Die Abkürzung UNI kennzeichnet „fakultative normierende Dokumente (UNI-Normen, technische Merkmale, technische Berichte und Bezugsverfahren) in allen Industrie-, Handels- und Tertiärbereichen“.

Technische Normen sind Techniken, die von einem internationalen, europäischen oder nationalen Normungsorgan genehmigt und veröffentlicht werden und deren Beachtung freiwillig erfolgt; sie werden als „anerkannte Regeln der Technik“ definiert.

Ihre Beachtung ist somit nicht zwingend, und es sind auch alternative und gleichwertige Lösungen möglich, sofern sie wirksam belegt sind.

 

VERBRAUCHER [„CONSUMATORE”]
(CONAI (ohne Datum). Glossar Verfügbar im Glossar des CONAI)

Der Verbraucher von Verpackungen ist das Subjekt, welches nicht im Rahmen einer Berufstätigkeit für den eigenen Gebrauch Verpackungen, Artikel oder verpackte Waren erwirbt oder importiert.

 

VERBUNDVERPACKUNG [„IMBALLAGGIO COMPOSTO“]
(Entscheidung 129/97/EG EUR-Lex)

Eine „Verbundverpackung“ ist eine Verpackung, die sich aus verschiedenen Verpackungsmaterialien zusammensetzt, die nicht manuell getrennt werden können.

VERPACKUNG [„IMBALLAGGIO”]
(Gesetzesvertretendes Dekret 152/06, Artikel 218 (3. April 2006). Verfügbar in der Abgeordnetenkammer)

Laut GVD 152/06, Art. 218 ist eine Verpackung „ein aus beliebigen Stoffen hergestelltes Produkt zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung und zur Darbietung von Waren, die vom Rohstoff bis zum Verarbeitungserzeugnis reichen können, und vom Hersteller an den Benutzer oder Verbraucher weitergegeben werden, sowie alle zum selben Zweck verwendeten Einwegartikel".

 

VERPACKUNGSABFALL [„RIFIUTO DI IMBALLAGGIO“]
(Richtlinie 2008/98/EG, Artikel 3, Absatz 1 (19. November 2008). Verfügbar in EUR-Lex)

Jeder Stoff oder Gegenstand, dessen sich sein Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss.

 

VERWENDER VON VERPACKUNGEN [„UTILIZZATORE DI IMBALLAGGI”]

Laut Art. 218, Absatz 1, Buchstabe s) des GVD 152/06 sind die Verwender die „Händler, die Vertreiber, die für die Abfüllung zuständigen Wirtschaftstreibenden, die Benutzer der Verpackungen und die Importeure von vollen Verpackungen“.

 

VERWERTUNG DER DURCH VERPACKUNG ERZEUGTEN ABFÄLLE [„RECUPERO DEI RIFIUTI GENERATI DA IMBALLAGGIO”]
(Richtlinie 2008/98/EG, Artikel 3, Absatz 15 (19. November 2008). Verfügbar in EUR-Lex)

Mit Verwertung der erzeugten Abfälle ist jedes Verfahren gemeint, als dessen Hauptergebnis Abfälle innerhalb der Anlage oder in der weiteren Wirtschaft einem sinnvollen Zweck zugeführt werden, indem sie andere Materialien ersetzen, die ansonsten zur Erfüllung einer bestimmten Funktion verwendet worden wären, oder die Abfälle so vorbereitet werden, dass sie diese Funktion erfüllen.

 

VOLLE VERPACKUNGEN [„IMBALLAGGI PIENI”]
(CONAI (ohne Datum). Glossar Verfügbar im Glossar des CONAI)

Gemeint sind damit die Verpackungen, welche verpackte Waren enthalten. So sind z.B. bei einem Importeur von Dosenbier die „vollen Verpackungen“ das Aluminium der Dosen und andere gegebenenfalls vorkommende Sekundär- und Tertiärverpackungen der Ware.


Anhang

Die Umweltkennzeichnung

(Diese Informationen sind auch einsehbar in Linee guida per l’etichettatura ambientale degli imballaggi)

Die Umweltkennzeichnungen können je nach Zweck wie folgt unterschieden werden:

  • Kennzeichnung der Werkstoffe der Verpackungen: Entscheidung 129/97/EG (für alle Verpackungen zwingend);
  • Hinweise für den Verbraucher zur getrennten Müllsammlung (für B2C-Verpackungen zwingend);
  • Fakultative Umweltkennzeichnung.

 

Kennzeichnung der Werkstoffe der Verpackungen: die Entscheidung 129/97/EG

Die Richtlinie 94/62/EG, die für Hersteller und Nutzer von Verpackungen bestimmt ist und alle zum Konsum in Verkehr gebrachten Verpackungen betrifft, schrieb den Mitgliedstaaten Folgendes vor:

  • die Erreichung der Zielvorgaben in Bezug auf Recycling und Verwertung,
  • die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen,
  • die Kennzeichnung des Verpackungsmaterials mittels Kodes, um die Sammlung, die Wiederverwendung und die Verwertung, einschließlich des Recyclings der Verpackung, auf der Grundlage der Entscheidung 129/97/EG zu erleichtern.

Die Kennzeichnung der Verpackungen war von 1997 bis heute fakultativ; der Pflichtbezug für die Kennzeichnung der Verpackungen war jedoch immer die Entscheidung 129/97/EG.


ANDERE BEZUGSNORMEN FÜR DIE KENNZEICHNUNG DES MATERIALS (FÜR VERPACKUNGEN AUS KUNSTSTOFF)

  • UNI EN ISO 1043-1, Kunststoffe - Kennbuchstaben und Kurzzeichen - Basis-Polymere und ihre besonderen Eigenschaften

Die Norm bestätigt das Kennzeichnungssystem der Entscheidung 129/97/EG für Verpackungen aus Kunststoff.

  • UNI EN ISO 11469 Kunststoffe - Sortenspezifische Identifizierung und Kennzeichnung von Kunststoff-Formteilen

Diese Norm ist allgemein für Produkte aus Kunststoff anwendbar und erleichtert deren Erkennung bei ihrer Verwertung am Ende des Lebenszyklus. Das Kurzzeichen des Materials muss zwischen den Zeichen “>” und “<” stehen; sind mehrere Polymere vorhanden, steht das Zeichen "+" zwischen dem Kurzzeichen, oder das Zeichen “–“, wenn Zusatzstoffe und Hilfsstoffe vorkommen.
Die Norm findet keine Anwendung bei Produkten aus Kunststoff, die weniger als 25 Gramm wiegen oder deren Oberfläche kleiner als 200 mm2 ist.

Hinweise für den Verbraucher für die getrennte Müllsammlung

(Diese Informationen sind auch einsehbar in Vademecum per un’etichetta volontaria ambientale che guidi il cittadino alla raccolta differenziata degli imballaggi)

Um die Informationen für den Verbraucher zu vereinheitlichen und deutlicher zu gestalten, hat das CONAI 2014 das Dokument „Etichetta per il cittadino – Vademecum per una etichetta volontaria ambientale che guidi il cittadino alla raccolta differenziata degli imballaggi“ verfasst, um die Betriebe in der Lieferung von Informationen an den Verbraucher über die korrekte Entsorgung der Verpackungen zu unterstützen.

Obwohl diesbezüglich keine Gesetzespflicht besteht, wurde das vom CONAI vorgeschlagene Schema in den letzten Jahren von vielen Betrieben befolgt, da es für diese wichtig war, die gesetzlich vorgesehenen Umweltinformationen mit konkreten Hinweisen zur Bewirtschaftung des Verpackungsabfalles zu ergänzen.

Ursprünglich sollten mit dem Projekt die erforderlichen Mindestangaben auf der Verpackung ermittelt werden, um dem Verbraucher eine korrekte getrennte Müllsammlung zu ermöglichen.

Die Grundinformationen liefern dabei Antworten auf folgende Fragen:

  • Was ist das?
    Es ist wichtig anzugeben, auf welche Komponente Bezug genommen wird, vor allem bei Verpackungen, die aus mehreren Komponenten bestehen. Es geht dabei darum, Informationen zu unterscheiden und keine Verwirrung zu stiften. Außerdem sollte angegeben werden, dass das Produkt eine Verpackung ist und daher über die getrennte Müllsammlung entsorgt werden kann.

  • Aus welchem Material ist es?
    Die Art des Materials wird mit alphanumerischen Kodes ausgedrückt, die sich auf die Entscheidung 129/97/EG beziehen. Diese Kodes sind für den Endverbraucher nicht immer eindeutig, daher sollte auch der Werkstoff der Komponente angegeben werden, um Klarheit zu schaffen und dem Verbraucher die Identifizierung der Verpackungsmaterialien zu erleichtern.

  • Wohin kommt es?
    Die Angabe der Art der Sammlung, für die die Verpackung bestimmt ist, ist eine wesentliche Information, um eine korrekte Entsorgung durch den Verbraucher zu ermöglichen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gemeinden unterschiedliche Modalitäten für die getrennte Müllsammlung anwenden, die jedoch alle auf die Beschaffenheit der Materialien zurückzuführen sind. Angesichts der unterschiedlichen Sammelsysteme in Italien sollte den Bürgern und Bürgerinnen immer empfohlen werden, die Bestimmungen der eigenen Gemeinde zu überprüfen.

 

Fakultative Umweltkennzeichnung

CONAI hat Leitfäden für die fakultative Umweltkennzeichnung der Verpackungen erstellt, die unter folgendem Link einsehbar sind: https://www.etichetta-conai.com/documenti/lg-etichettatura-volontaria/.